Sammelsurium, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Sammelsuriums · Nominativ Plural: Sammelsurien · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungSam-mel-su-ri-um (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend Mischmasch, Durcheinander
Beispiele:
in der Wohnung stand ein Sammelsurium von altmodischen Möbelstücken
Zum Vorschein kam das Sammelsurium von alten Türschlössern, Glaswaren und dergleichen, welches unser Freund Wunnigel auf dem Riedhorn ... zusammengetragen hatte [RaabeWunnigelII 5,177]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sammelsurium n. ‘buntes Gemisch, Mischmasch’. Mit lat. Endung versehene scherzhafte Bildung der Studentensprache (17. Jh.) zu nd. Sammelsūr ‘sauer zubereitetes Gericht aus allerlei Speiseresten, wenig schmackhaftes Gemüse verschiedener Art’, übertragen ‘allerhand zusammengerafftes Zeug’, Kompositum aus dem unter ↗sammeln (s. d.) behandelten Verb und nd. sūr (s. ↗sauer).

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein) Mix (an) · ↗(wilde) Mischung · ↗Chaos · Gemeng(e) · ↗Gemisch · ↗Gewirr · Sammelsurium · ↗Unordnung · ↗Verhau · ↗Wirrnis · ↗Wirrwarr · ↗Wust  ●  ↗(wüstes / regelloses / wildes) Durcheinander  Hauptform · ↗Dschungel  fig. · ↗Pelemele  franz. · ↗Tohuwabohu  hebräisch · ↗Kuddelmuddel  ugs. · ↗Mischmasch  ugs. · ↗Salat  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absichtserklärung Antiquität Beliebigkeit Devotionalien Einfall Einzelmaßnahme Exponat Kuriosität Trinken Versatzstück Weltanschauung bizarr bunt chaotisch entpuppen heterogen krud kunterbunt kurios merkwürdig skurril unüberschaubar unübersichtlich wild wirr wüst ziemlich zusammengekauft zusammengewürfelt zusammenkaufen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sammelsurium‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein loses Sammelsurium von etwa 50 Szenen kam auf diese Weise zusammen.
Die Zeit, 11.01.2007 (online)
Nachgelassene Schriften sind in den meisten Fällen ein rechtes Sammelsurium.
Süddeutsche Zeitung, 11.10.2003
Es ist ein buchhalterisches Sammelsurium der Kleinbeträge, die anderswo nicht unterzubringen sind.
o. A. [nir]: Sonstige Einnahmen. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [2000]
Um 1800 bestand das Heilige Römische Reich aus einem Sammelsurium von 250 unabhängigen Fürstentümern.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 157
Mal angenommen, er hätte das Sammelsurium tatsächlich verkaufen wollen, welche Anhaltspunkte gab es, einen Preis zu taxieren, einen Höchstpreis natürlich?
Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 54
Zitationshilfe
„Sammelsurium“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sammelsurium>, abgerufen am 13.12.2019.

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