Sammlung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Sammlung · Nominativ Plural: Sammlungen
Aussprache
WorttrennungSamm-lung (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
das Zusammentragen
entsprechend der Bedeutung von sammeln (1)
Beispiele:
eine Sammlung von Zitaten, (vermischten) Aufsätzen anregen, in die Wege leiten
eine öffentliche Sammlung (= Geldsammlung) für das Rote Kreuz, für die Volkssolidarität, zugunsten der Erdbebengeschädigten veranstalten, organisieren
die Sammlung ergab, brachte 1 000 Euro
2.
Ergebnis von 1, das Gesammelte, besonders Kunstsammlung
Beispiele:
eine umfangreiche, wertvolle, dürftige, reiche, private, öffentliche Sammlung
eine Sammlung von Kunstschätzen, Gemälden, Altertümern
das Buch enthält eine Sammlung von Sagen, Geschichten und Schwänken
eine Sammlung von Gedichten, Novellen, (vermischten) Aufsätzen
3.
der Allgemeinheit zugänglicher Aufbewahrungsort einer Sammlung, Kunstsammlung
Beispiele:
die Sammlung ist nur vormittags geöffnet, heute geschlossen
die Sammlung besuchen
4.
das Gesammeltsein
entsprechend der Bedeutung von sammeln (3)
Beispiele:
es fehlt mir an (der nötigen) Sammlung
ein unendlich zartes, stilles Landschaftsgedicht, etwas japanisch, ... ganz eingestellt zu stiller Sammlung und innerem Genügen [Benn1,470]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sammeln · Sammler · Sammlung
sammeln Vb. ‘zusammenbringen, vereinigen, anhäufen’, spätmhd. samelen, mnd. sāmelen, nl. zamelen sind durch Dissimilation entstanden aus älterem gleichbed. ahd. samanōn (8. Jh.), mhd. samenen, sam(n)en, asächs. samnon, mnd. sām(e)nen, mnl. samenen. Wie aengl. samnian, anord. samna gehören sie als Faktitiva zu den Adverbien ahd. (9. Jh.), asächs. anord. saman, mhd. samen(e), got. samana ‘zusammen, zugleich, miteinander’ (germ. *samana-, s. ↗zusammen) und durch diese zu dem unter ↗samt (s. d.) genannten Pronominalstamm (enthalten in ahd. samo ‘derselbe’, mhd. sam, anord. sami, got. sama). S. auch ↗gesamt. Sammler m. ‘wer sammelt’ (16. Jh.). Sammlung f. ‘Anhäufung, das Zusammenbringen, Gesamtheit bzw. Ort gesammelter Gegenstände’, mhd. samelunge, dissimiliert (wie das Verb, s. oben) aus ahd. samanunga (8. Jh.), mhd. samenunge, samnunge, auch ‘versammelte Menge, Schar’, nhd. (älter) Sammenung.

Thesaurus

Synonymgruppe
Kollektion · Sammlung
Synonymgruppe
Archiv · Sammlung
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Auswahl · ↗Bestand · ↗Fundus · ↗Grundstock · Sammlung
Synonymgruppe
Kontemplation · Nachdenken · Nachsinnen · Sammlung · ↗Versenkung · geistiges Eintauchen
Assoziationen
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Auslese · ↗Auswahl · ↗Sammelband · Sammlung · ↗Zusammenstellung
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Bündel · ↗Knäuel · ↗Konvolut · Sammlung
Synonymgruppe
Anhäufung · ↗Ansammlung (von) · ↗Ballung · ↗Häufung · Sammlung · ↗Zusammenballung · ↗Zusammenstellung  ●  ↗Agglomeration  geh. · ↗Aggregation  geh., bildungssprachlich · ↗Akkumulation  geh., bildungssprachlich · ↗Kompilation  fachspr. · ↗Konglomerat  fachspr. · ↗Konglomeration  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Auslese · ↗Auswahl · ↗Blütenlese · Sammlung · ↗Textsammlung · ↗Zusammenstellung  ●  ↗Anthologie  geh., Hauptform, bildungssprachlich · ↗Florilegium  fachspr., historisch, bildungssprachlich, lat. · ↗Spicilegium  fachspr., historisch, bildungssprachlich, lat.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aussatz Ausstellung Bestand Essay Gedicht Gemälde Kunst Leihgabe Museum Versteigerung Werk Zeichnung außereuropäisch bedeutend beherbergen berühmt einzigartig fotografisch grafisch naturwissenschaftlich privat staatlich stammen umfangreich umfassen umfassend versteigern wertvoll zusammentragen ägyptisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sammlung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie waren demnach Teil einer größeren Sammlung aus rund zwölf Millionen Nummern.
Die Zeit, 11.09.2012 (online)
Seit 1945 war das Bild in einer amerikanischen Sammlung verschwunden.
Die Welt, 06.11.2004
Es galt zunächst, die Sammlung so rasch wie möglich zu zeigen.
Bode, Wilhelm von: Mein Leben, 2 Bde. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 1787
So hatte er sich hauptsächlich mit der Sammlung der Literatur beschäftigt.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Ja, er gelte dafür, habe eine recht schöne Sammlung, an zweihundert Stück.
Schaeffer, Albrecht: Helianth II, Bonn: Weidle 1995 [1920], S. 878
Zitationshilfe
„Sammlung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sammlung>, abgerufen am 20.11.2019.

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