Samstag, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Samstag(e)s · Nominativ Plural: Samstage
Aussprache 
Worttrennung Sams-tag
Wortbildung  mit ›Samstag‹ als Erstglied: Samstagabend · Samstagmittag · Samstagnachmittag
 ·  mit ›Samstag‹ als Letztglied: Adventsamstag · Adventssamstag · Karsamstag · Ostersamstag
eWDG

Bedeutung

landschaftlich, besonders süddeutsch, österreichisch, schweizerisch Sonnabend
Beispiel:
ein spielfreier Samstag
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Samstag · Sabbat · Schabbes
Samstag m. im Süden und Westen des dt. Sprachraumes geltender Wochentagsname (gegenüber Sonnabend in den übrigen Gebieten), ahd. sambaʒtag (9. Jh.), mhd. sam(e)ʒtac beruht als verdeutlichende Zusammensetzung auf (vor der hd. Lautverschiebung vermitteltem) got. *sambatō; diesem geht vulgärgriech. *sámbaton (*σάμβατον) vorauf, woraus balkanlat. *sambata (vgl. rumän. sîmbǎtǎ), das auch in andere benachbarte Sprachen eingedrungen ist, vgl. aslaw. sobota, aruss. subota, russ. subbóta (суббота), ungar. szombat. Vulgärgriech. *sámbaton steht (mit der im Syr. üblichen volkstümlichen Aussprache mb für bb) für griech. sábbaton (σάββατον) (woraus das gelehrte got. sabbatō des Wulfila), singularisiert aus (nach Analogie anderer Festnamen als Plur. aufgefaßtem) sábbata (σάββατα), das aus hebr. šabbāt ‘wöchentlicher Ruhetag (der Juden)’ entlehnt ist; vgl. entsprechendes kirchenlat. sabbata Plur. Neutr., später Sing. Fem., neben Sing. Neutr. sabbatum, woraus (mit Genuswechsel nach Tag) nhd. Sabbat m. ‘Ruhe-, Feiertag als gottesdienstlicher Tag der Juden’ (15. Jh.), mhd. sābāot, sābot. Daneben im Dt. auch Schabbes m. (18. Jh.), entsprechend jidd. Schabbes, das (aschkenas. Aussprache folgend) ebenfalls auf hebr. šabbāt ‘Sabbat’ beruht. Samstag ist ein Wort der gotisch-arianischen Mission, das donauaufwärts zuerst den deutschsprachigen Südosten erreicht und sich von hier aus verbreitet. Es grenzt an md. und nordd. Sonnabend (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Sabbat · Schabbat  ●  Samstag  Hauptform · Satertag  regional · Sonnabend  Hauptform
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Samstag‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Samstag‹.

Verwendungsbeispiele für ›Samstag‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In letzter Zeit haben sich die beiden angewöhnt, an Samstagen in die Stadt zu fahren. [Ossowski, Leonie: Die große Flatter, Weinheim: Beltz & Gelberg 1986 [1977], S. 161]
Sie war jeden Samstag abend um diese Zeit schon schwer, unweigerlich. [Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre, Gütersloh: Bertelsmann 1996 [1951], S. 292]
Davon soll ich am Samstag noch mal reden, und da höre ich jetzt auf. [Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 206]
An einem Samstag im Mai sind es nur etwa 4000 Kunden. [Die Zeit, 16.12.1999, Nr. 51]
In der Nacht zum Samstag bleiben die meisten Kinder in der Schule. [Die Zeit, 22.04.1999, Nr. 17]
Zitationshilfe
„Samstag“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Samstag>.

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