Sandale, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Sandale · Nominativ Plural: Sandalen
Aussprache
WorttrennungSan-da-le (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Sandale‹ als Letztglied: ↗Birkenstocksandale · ↗Holzsandale · ↗Riemensandale
 ·  formal verwandt mit: ↗Sandalette
eWDG, 1974

Bedeutung

leichter, meist absatzloser Schuh, dessen Oberteil aus durchbrochenem Leder oder aus Riemen besteht
Beispiel:
braune, weiße Sandalen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sandale · Sandalette
Sandale f. leichter, luftiger Schuh mit einem aus Riemen oder durchbrochenem Leder bestehenden Oberteil, frühnhd. Sandaly Plur. (um 1500), Entlehnung aus lat. sandalia, Plur. von lat. sandalium n. ‘Riemenschuh’, das aus griech. sandálion (σανδάλιον), dem Deminutivum zu griech. sándalon (σάνδαλον) n., einem Wort unbekannter (pers. oder ägypt.?) Herkunft, stammt. Im Dt. gilt bis zum Ende des 18. Jhs. pluralischer Gebrauch, vgl. Sandalen (17. Jh.), Sandalien (um 1700). Sandalette f. leichter, eleganter Absatzschuh (für Damen) mit stark durchbrochenem Oberleder oder Riemchen (1. Hälfte 20. Jh.), mit dem frz. Deminutivsuffix -ette; vgl. frz. sandalette (Anfang 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Sandale(n)  ●  Jesuslatsche(n)  ugs., abwertend
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Flip-Flop · Zehengreifer
  • Holzsandale  ●  Kläpperchen  ugs. · Kläpperkes  ugs., ruhrdt.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Autoreif Flip-Flop Halbschuh Hose Jeans Latzhose Leinenhose Lendenschurz Riemchen Riemen Shorts Slipper Socke Socken Sohle Sommerkleid Sommerschuh Stiefel Strumpf T-Shirt Tennissocken Toga Tunika Turnschuh ausgelatscht ausgetreten geflochten geflügelt geschnürt hochhackig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sandale‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Irgendwann zieht er seine Sandalen aus und steckt sich eine Ernte 23 an.
Der Tagesspiegel, 02.07.2004
In den vergangenen fünf Jahren hat das Haus immerhin Sandalen für 25000 Mark geordert.
Die Zeit, 17.05.1996, Nr. 21
Seine Sandalen sind von den Füßen abgefallen und liegen neben der Bank.
Genazino, Wilhelm: Die Liebesblödigkeit, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2005, S. 46
Sie besteht für Männer aus zwei ungesäumten weißen Tüchern und Sandalen.
Heine, Peter: Wallfahrt. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 9290
In solchen Fällen nehme man im Haus trockene Socken und Sandalen!
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 61
Zitationshilfe
„Sandale“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sandale>, abgerufen am 16.12.2018.

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