Sandbank, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSand-bank
WortzerlegungSandBank1
eWDG, 1974

Bedeutung

aus Sand bestehende Erhöhung des Bodens im Meer, Fluss
Beispiele:
auf eine Sandbank geraten
am Ufer wechselten Sandbänke mit felsigen Stellen
das Meer, das von der kleineren Lagune nur durch eine Sandbank getrennt ist [SchomburgkAfrika98]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sand · sandig · Sandbank · (ver)sanden
Sand m. ‘feinkörniges, lockeres Gestein’, ahd. (8. Jh.), mhd. sant, asächs. sand, mnd. mnl. sant, nl. zand, afries. sond, sand, aengl. engl. sand, anord. sandr, schwed. sand weisen auf germ. *sanda-, assimiliert aus *samda-, dessen m in der Nebenform (mit labialem Gleitlaut) mhd. sambt, sampt, nhd. (bair. tirol.) Samt bewahrt ist; vgl. griech. ámathos (ἄμαθος, mit Hauchdissimilation aus *ἅμαθος) f. ‘Sand’. Als Grundform läßt sich ie. *sam(ə)dho- ansetzen. Vorausgesetzt, daß sich der s-Anlaut aus ursprünglichem ie. *bhs- vereinfacht hat, kann noch lat. sabulum ‘Sand, Kies’, griech. psámmos (ψάμμος) f., psámathos (ψάμαθος) f. ‘(Küsten)sand, Staub’, psḗn, psā́n (ψῆν, ψᾶν) ‘zerreiben, zermalmen’ und aind. bábhasti, bápsati ‘kaut, zerkaut, zerbeißt, verzehrt’ herangezogen und letztlich eine Wurzel ie. *bhes- ‘abreiben, zerreiben, ausstreuen’ angesetzt werden. sandig Adj. ‘wie Sand, voller Sand’, mhd. sandec, sandic. Sandbank f. ‘flache Sandinsel’ (17. Jh.). (ver)sanden Vb. ‘mit Sand bestreuen, mit Sand bedeckt werden’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Sandbank · ↗Untiefe · seichte Stelle
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bucht Düne Ebbe Fels Insel Klippe Korallenriff Kundus-Fluss Küste Lagune Nordsee Riff Robbe Sandbank Seehund Ufer Untiefe Wassertiefe Wattenmeer Wrack auflaufen aufschütten festfahren festsitzen feststecken flach sonnen stranden tückisch vorgelagert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sandbank‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie heißt die riesige Sandbank, die auch von der Düne aus gut zu sehen ist?
Der Tagesspiegel, 23.06.2002
Fast verloren kommen wir uns auf der langgezogenen Sandbank vor.
Die Zeit, 17.11.1989, Nr. 47
Die Unterlippe tauchte aus dem Meer auf, groß wie eine Sandbank.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 61
Eine Sandbank ließ sie erst nach drei Wochen wieder frei.
Krämer, Walter: Geheimnis der Ferne, Leipzig u. a.: Urania-Verlag 1971, S. 223
Bei manchen Schriftstellern treibt man hilflos in strudelnder Flut und sehnt sich nach einer Sandbank.
Reimann, Hans: Vergnügliches Handbuch der Deutschen Sprache, Düsseldorf: Econ-Verl. 1964 [1931], S. 176
Zitationshilfe
„Sandbank“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sandbank>, abgerufen am 26.08.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Sandbahnrennen
Sandbahnfahrer
Sandbahn
Sandbad
sandartig
Sandbehälter
sandbestreut
Sandblatt
Sandblöße
Sandboden