Sanguiniker, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sanguinikers · Nominativ Plural: Sanguiniker
Aussprache 
Worttrennung San-gu-ini-ker · San-gui-ni-ker
Herkunft Latein
eWDG, 1974

Bedeutung

lebhafter, temperamentvoller, vorwiegend heiter gestimmter Mensch
Beispiel:
Vollblütig, leidenschaftlich, ein hitziger Sanguiniker, muß er ein Mann gewesen sein, der Dürer im Temperament fernstand [ WölfflinDürer282]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sanguinisch · Sanguiniker
sanguinisch Adj. ‘temperamentvoll, leicht erregbar, lebhaft, heiter’, im Anschluß an die antike Temperamentenlehre (s. ↗cholerisch) im Sinne von ‘leichtblütig’ gebildet (16. Jh.) zu mlat. sanguineus m. ‘leichtblütiger, temperamentvoller Mensch’, das auf lat. sanguineus Adj. ‘zum Blut gehörig, aus Blut, blutig, blutfarbig’, abgeleitet von lat. sanguis (Genitiv sanguinis) ‘Blut’, beruht. Sanguiniker m. ‘Mensch mit sanguinischem Temperament, Hitz-, Feuerkopf’ (18. Jh.), medizin.-lat. auch Sanguinikus (1. Hälfte 19. Jh.), das seinerseits älteres Sanguineus (seit etwa 13. Jh. mit lat. Flexion in dt. Texten, s. oben) ablöst.

Thesaurus

Synonymgruppe
Sanguiniker · frischer Mensch · lebhafter Mensch
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Sanguiniker‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sanguiniker‹.

Verwendungsbeispiele für ›Sanguiniker‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Mann aus dem Süden ist in der Tat ein Sanguiniker, ebenso verletzend wie verletzlich.
Die Zeit, 30.10.1992, Nr. 45
Er hatte dunkle Augenbrauen und weiße Hände mit einem goldenen Ring, er war der einzige Sanguiniker unter all den blutarmen Übersetzern.
Der Tagesspiegel, 22.12.2001
Der polterndste Choleriker wird durch eine liebenswürdige Begrüßung zu einem reizenden Sanguiniker.
Smolka, Karl: Gutes Benehmen von A - Z. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1957], S. 19097
Man tastet sich an Ernst Cramer heran, er ist kein Sanguiniker, kein quicker Pykniker, zurückhaltend, wenn auch nicht scheu.
Die Welt, 28.01.2003
Der Sanguiniker Andi ist Bulle geworden und bringt Biggi Lilien mit.
Süddeutsche Zeitung, 26.04.2000
Zitationshilfe
„Sanguiniker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sanguiniker>, abgerufen am 27.09.2020.

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