Sarkasmus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sarkasmus · Nominativ Plural: Sarkasmen
Aussprache
WorttrennungSar-kas-mus
HerkunftGriechisch
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
nur im Singular
verletzender, beißender Hohn, Spott
Beispiele:
er sprach mit Sarkasmus
bittere Ironie nennt man auch Sarkasmus
ein Zug von Sarkasmus liegt um seine Mundwinkel
2.
Äußerung, die 1 enthält
Beispiele:
einen solchen Sarkasmus äußerte er oft
wegen seiner beißenden Sarkasmen war er nicht beliebt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sarkasmus · sarkastisch
Sarkasmus m. ‘Hohn, bissiger Spott’. Griech. sarkasmós (σαρκασμός) ‘das Hohnlachen eines Zornigen, höhnende Rede, bitterer Spott’, abgeleitet von sarkázein (σαρκάζειν) ‘entfleischen, das Fleisch von den Knochen abnagen’, übertragen ‘bitter, grimmig verhöhnen’, zu griech. sárx, Genitiv sarkós (σάρξ, σαρκός) ‘Fleisch’, wird im 16. Jh. (mit latinisierter Endung) ins Dt. übernommen; im 18. Jh. begegnen als Nebenformen auch Sarkasmos (nach dem Griech.), Sarkasm (nach engl. sarcasm), Sarkasme (nach frz. sarcasme). sarkastisch Adj. ‘bitter, bissig, spottend, höhnisch’ (17. Jh.), griech. sarkastikós (σαρκαστικός) ‘hohnlachend, höhnend, bitter spottend’, anfangs auch sarcasmisch (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Hohn · ↗Häme · Sarkasmus · ↗Verspottung · beißender Spott · bissige Bemerkung · sarkastische Bemerkung · ätzender Spott
Assoziationen
Synonymgruppe
Aggressivität · ↗Bissigkeit · Sarkasmus · ↗Schärfe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anflug Bitterkeit Galgenhumor Humor Ironie Melancholie Portion Prise Scharfsinn Selbstironie Selbstmitleid Sentimentalität Spott Witz Zynismus aufblitzen beißend bissig bitter bitterbös blank eisig flüchten gallig grimmig menschenfreundlich schneidend unüberhörbar ätzend überspielen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sarkasmus‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn man sich trifft, spricht man mit einem gewissen Sarkasmus über die Nationalisten im eigenen Land.
Der Tagesspiegel, 12.10.1999
Sich selber scheint er bisweilen mit überlegenem Sarkasmus zu sehen.
Die Zeit, 24.07.1995, Nr. 30
Ohne Sarkasmus kann es kein gesundes Verhältnis heutiger Aufklärung zu ihrer eigenen Geschichte geben.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 1, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 32
Der wirklich stichhaltigen Kritik Rufins stellt er sich nicht oder sucht sie durch bloßen Sarkasmus zu entwerten.
Baus, Karl: Die Reichskirche nach Konstantin dem Großen. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1973], S. 22398
Aber der zarte Sarkasmus, mit dem Cortez seine Unzufriedenheit maskierte, bedrückte Alvarado.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 80
Zitationshilfe
„Sarkasmus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sarkasmus>, abgerufen am 16.02.2019.

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