Satyr, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Satyrn/Satyrs · Nominativ Plural: Satyrn
Aussprache
WorttrennungSa-tyr
Wortbildung mit ›Satyr‹ als Erstglied: ↗Satyrspiel · ↗satyrartig  ·  formal verwandt mit: ↗Satyriasis
eWDG, 1974

Bedeutung

wild ausgelassener, als lüstern geltender altgriechischer Naturdämon, der im Gefolge des Weingottes Dionysos mit Schwanz, Bocksfüßen und Bocksohren dargestellt wird
Beispiel:
Aber ganz unvermittelt erschien ein Satyr auf der Bildfläche und erschreckte in einem Waldgewässer kreischende und plantschende Mädchen [TucholskyRheinsberg107]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Satyr m. (in der griechischen Mythologie) ein mutwilliger, lüsterner Waldgeist, gehörnt und bocksfüßig. Ins Dt. übernommen (17. Jh.), gelegentlich metaphorisch ‘grobsinnlicher Mensch’. Aus lat. Satyrus, griech. Sátyros (Σάτυρος).

Thesaurus

Synonymgruppe
Lüstling · Sex-Maniac · Sexbesessener · Sexmaniac · Sexsüchtiger · Sexverrückter  ●  ↗Erotomane  geh. · ↗Lustmolch  ugs. · Satyr  geh. · geiler Bock  derb · immer nur an das eine denken  ugs. · immer nur das eine wollen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gott Mänade Nymphe Pan lüstern tanzend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Satyr‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Danach kamen hundertzwanzig Satyren, in goldener, silberner und bronzener Rüstung.
Die Zeit, 14.07.1989, Nr. 29
Nicht einmal ein Mensch kann so schön musizieren wie der Gott, doch das wusste der dumme Satyr nicht.
Süddeutsche Zeitung, 11.02.2003
Der Satyr nimmt ihn gastlich auf und setzt ihm einen heißen Trank vor.
Röhrich, Lutz: blasen. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 708
Dabei ging er auf und ab, kicherte und gewann mehr und mehr das Aussehen eines Fauns oder Satyrs.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 403
Noch hatte ich bleierne Füße, und je bleierner die Schwere auch in meinem Magen wurde, um so weniger fühlte ich mich als hüpfbereiter Satyr.
Hartung, Hugo: Ich denke oft an Piroschka, Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1980 [1954], S. 85
Zitationshilfe
„Satyr“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Satyr>, abgerufen am 22.08.2019.

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