Schäfchen, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Schäfchens · Nominativ Plural: Schäfchen
Aussprache
WorttrennungSchäf-chen
WortzerlegungSchaf-chen
Wortbildung mit ›Schäfchen‹ als Erstglied: ↗Schäfchenwolke
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich jmds. Schäfchendie jmds. Obhut anvertrauten Menschen
Grammatik: meist im Plural
Beispiele:
der Lehrer war froh, als er alle seine Schäfchen beisammen hatte
Religion, umgangssprachlichwenn die Geistlichen […] ihren Schäfchen (= den ihnen anvertrauten Gläubigen) den Weg zum Himmel möglichst klar vorpredigen [FedererPapst23]
2.
umgangssprachlich Schäfchenwolken
Grammatik: meist im Plural
Beispiele:
der Himmel hatte sich mit weißen Schäfchen überzogen
silberne Schäfchen ziehen am Abendhimmel
3.
umgangssprachlich
Beispiele:
sein Schäfchen ins Trockene bringen (= sich Gewinn, einen Vorteil verschaffen, sichern)
sein Schäfchen im Trockenen haben

Thesaurus

Synonymgruppe
Lamm · Schäfchen · junges Schaf
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gemeinde Herde Hirt Linke Pfarrer Schar Seelenheil Trockene Trocknen abtrünnig betreuen brav bringen davonlaufen hüten katholisch locken sammeln scharen scheren schwarz treiben verirrt verloren versammeln verstreut weiden weiß zusammenhalten zählen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schäfchen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch so kann man seine Schäfchen ermahnen, bloß nichts anzufassen.
Der Tagesspiegel, 19.09.2004
Viele wissen über den christlichen Glauben kaum mehr als ihre Schäfchen.
Die Zeit, 30.03.2000, Nr. 14
Seit 1960 wirbt das kleine weiße Schäfchen so leicht verständlich für »schäfchenweiche« Wäsche.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München: Piper 2001 [1999], S. 348
Er trug das feste Ansinnen, seinen Schäfchen zukünftig als ein weiser Hirte vorzustehen.
Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 18
Die polnischen Priester bekämen von uns ihre Nahrung, und dafür hätten sie ihre Schäfchen in der von uns gewünschten Weise zu dirigieren.
o. A.: Vierundfünfzigster Tag. Freitag, 8. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 7275
Zitationshilfe
„Schäfchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schäfchen>, abgerufen am 10.12.2019.

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