Schöllkraut

Worttrennung Schöll-kraut
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

einen gelben, giftigen Milchsaft absondernde Pflanze mit hellgrünen, fiederteiligen Blättern und kleinen gelben Blüten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schell-, Schöllkraut n. an Wegrändern gelbblühende Pflanze mit gelbem, als heilkräftig angesehenen Milchsaft, spätmhd. schelkrūt, zuvor ahd. scelwurz (10. Jh.), entlehnt aus lat. chelīdonia (herba) f., griech. chelīdónion (χελιδόνιον) n., zu griech. chelīdṓn (χελιδών) ‘Schwalbe’, da (nach Theophrast) die Pflanze blühe, wenn die Schwalben kommen; vgl. die Übersetzungen mnd. swalekeblōme, nhd. Schwalbenkraut (16. Jh.).

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Schöllkraut  ●  Augenwurz  ugs. · Blutkraut  ugs. · Goldwurz  ugs. · Gottesgabe  ugs. · Herrgottsblatt  ugs. · Herrgottsgnade  ugs. · Marienkraut  ugs. · Warzenkraut  ugs.
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele für ›Schöllkraut‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Rund 90 Prozent der etwa 10000 Präparate verstauben nämlich in einer von Schöllkraut umwucherten Begräbniskapelle und im Keller unter dem Sektionstrakt. [Die Zeit, 24.06.1999, Nr. 26]
Wenn unter anderem Steinklee, Schöllkraut, Malve, Wegwarte, Gundermann, Hauhechel oder Frauenmantel zu finden sind, bleiben die Tiere gesund und widerstandsfähig. [Süddeutsche Zeitung, 28.05.1994]
Rund 90 Prozent der etwa 10 000 Präparate verstauben nämlich in einer von Schöllkraut umwucherten Begräbniskapelle und im Keller unter dem Sektionstrakt. [Die Zeit, 30.06.1999, Nr. 26]
Zitationshilfe
„Schöllkraut“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sch%C3%B6llkraut>.

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