Schüttelfrost, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungSchüt-tel-frost
WortzerlegungschüttelnFrost
eWDG, 1976

Bedeutung

bei starkem Kältegefühl und schnell ansteigendem Fieber auftretendes Schütteln des ganzen Körpers mit krampfartigem Zittern der Muskeln, wobei sich eine Gänsehaut bildet
Beispiel:
hohes Fieber und Schüttelfrost hatten ihn so stark gepackt, dass er mit den Zähnen zu klappern begann
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schütteln · Schüttelfrost · Schüttelreim
schütteln Vb. ‘schnell und heftig hin und her bewegen’, mhd. schütelen, schütteln, auch ‘erschüttern’ (vgl. ahd. irscutilōn ‘erörtern’, um 1000) ist Iterativbildung zu dem unter ↗schütten (s. d.) behandelten Verb. Schüttelfrost m. ‘Kältegefühl, Zittern und Gänsehaut bei plötzlichem hohem Fieber’ (19. Jh.). Schüttelreim m. Paarreim mit vertauschten Anfangskonsonanten der Reimwörter (Ende 19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anfall Atemnot Bett Durchfall Erbrechen Fieber Fieberschub Gliederschmerz Grad Hitzewallunge Husten Kopfschmerz Krampf Schmerz Schweißausbruch Schwindelgefühl Symptom bekommen erkranken heftig klagen kriegen leiden packen plagen Übelkeit überfallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schüttelfrost‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er bekommt Schüttelfrost, wenn niemand in der Nähe ist, den er aussaugen kann.
Die Zeit, 16.11.2009, Nr. 46
Der Mann neben mir auf der Bank schüttelt sich so sehr in seinem Schüttelfrost, dass die anderen aufstehen müssen, so wackelt die Bank.
Süddeutsche Zeitung, 07.04.2000
Dann setzte plötzlich ein schwerer Schüttelfrost ein, sie zitterte am ganzen Leib.
Killian, Hans: Auf Leben und Tod, München: Wilhelm Heyne Verlag 1976, S. 99
Viele waren daher schon lange krank, lehnten mit Schüttelfrösten in den Ecken.
Dwinger, Edwin Erich: Die letzten Reiter, Jena: Eugen Diederichs 1935, S. 63
Meine Frau litt unter Schüttelfrösten und presste sich eng an mich.
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 128
Zitationshilfe
„Schüttelfrost“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schüttelfrost>, abgerufen am 10.12.2019.

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