Schütz, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Schützes · Nominativ Plural: Schütze
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
fachsprachlich senkrecht bewegbare Platte aus Holz oder Eisen zur Regelung des durchströmenden Wassers oder zum Schließen eines Wehres an Kanälen, Wassergräben
2.
Elektrotechnik automatisch, meist elektromagnetisch wirkender Schalter zum Schutz vor zu hohen Spannungen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schützen · vorschützen · Schutz · Schütz · Schützling · Schutzmann
schützen Vb. ‘vor übler Einwirkung bewahren, absichern, behüten’, mhd. schützen, (md.) schutzen ‘auf-, ein-, umdämmen, Wasser aufstauen, Schutz gewähren, beschirmen, verteidigen’ kann wie mnd. schütten ‘durch Absperrung in der Bewegung behindern, hemmen, Wasser stauen, einsperren, abwehren’, mnl. scutten ‘in einen geschlossenen Raum bringen, einfrieden, absondern’, nl. schutten, afries. sketta ‘verschließen’, aengl. scyttan ‘mit einem Riegel schließen’, engl. to shut ‘schließen’ (germ. *skutjan) als Intensivbildung zu dem unter ↗schießen (s. d.) behandelten starken Verb aufgefaßt werden. Als Ausgangsbedeutung ist dann ‘mit einem (schnell vorschießenden) Riegel absperren, schließen’ anzusetzen. Erwogen wird aber auch Herkunft (oder Einfluß?) von mhd. schüt(t)en in der Bedeutung ‘Erdreich an-, aufschwemmen, anhäufen, eindämmen’ (s. ↗schütten). vorschützen Vb. ‘etw. vorbringen, das zur (vermeintlichen) Rechtfertigung oder Entschuldigung dient, als Schutz aufbauen’ (17. Jh.). Schutz m. ‘Sicherung, Abschirmung’, mhd. (md.) schuz ‘Umdämmung, Aufstauung des Wassers, Schutz, Schirm’, Verbalabstraktum. Häufig formelhaft, vgl. Schutz und Schirm (16. Jh.), Schutz und Hilfe, mhd. schuz unde hulfe, oder (bereits frühnhd.) in Schutz nehmen, Schutz suchen, unter jmds. Schutz stehen, Schutz genießen. Schütz n. ‘bewegliche Absperrung an Schleusen und Wehren zur Regelung des Wasserdurchlaufs’ (18. Jh.), Nebenform von Schutz. Schützling m. ‘wer dem Schutz eines anderen anvertraut ist, unter dessen Betreuung steht’ (17. Jh.). Schutzmann m. ‘Verteidiger’ (17. Jh.), ‘Polizist’ (19. Jh.).

Thesaurus

Elektrizität
Synonymgruppe
Schaltschütz · Schütz
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abseitsstellung Elfmeter Fechter Judoka Jäger Komplize Musikant Reiter Schwimmer Siegtor Siegtreffer Skorpion Steinbock Sternbild Tor Trachtler Treffer Vorbereiter abdrücken abfeuern drittgut erfolgreich fahnden feuern flüchten geübt mutmaßlich treffsicher zweitgut überwältigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schütz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die jungen Schützen trugen lange schwarze Mäntel, genau wie im Film.
Die Zeit, 21.07.2012 (online)
Und dann habe er die Schützen nur noch flüchten gesehen.
Der Tagesspiegel, 02.01.2004
Schützen würde er dieses Teil vor jeder Herabsetzung durch einen groben Namen.
Walser, Martin: Ein springender Brunnen, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1998, S. 196
Dieses internationale Übereinkommen von 1974 dient dem Schütz des menschlichen Lebens auf See.
o. A. [k]: SOLAS 74. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1979]
Wer elegant auf die Jagd geht, ist meist kein guter Schütze.
Franken, Konstanze von [d.i. Stoekl, Helene]: Handbuch des guten Tones, Berlin: Hesse 1936, S. 250
Zitationshilfe
„Schütz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schütz>, abgerufen am 19.03.2019.

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