Schützling, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schützlings · Nominativ Plural: Schützlinge
Aussprache
WorttrennungSchütz-ling (computergeneriert)
Wortzerlegungschützen-ling
eWDG, 1976

Bedeutung

jmd., der dem Schutz eines anderen anvertraut ist, der betreut, für den gesorgt wird, Schutzbefohlener
Beispiele:
der Trainer wollte seine Schützlinge vor dem Wettkampf noch ein wenig schonen
die Schwestern im Kinderheim umgaben ihre kleinen Schützlinge mit Liebe und Fürsorge
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schützen · vorschützen · Schutz · Schütz · Schützling · Schutzmann
schützen Vb. ‘vor übler Einwirkung bewahren, absichern, behüten’, mhd. schützen, (md.) schutzen ‘auf-, ein-, umdämmen, Wasser aufstauen, Schutz gewähren, beschirmen, verteidigen’ kann wie mnd. schütten ‘durch Absperrung in der Bewegung behindern, hemmen, Wasser stauen, einsperren, abwehren’, mnl. scutten ‘in einen geschlossenen Raum bringen, einfrieden, absondern’, nl. schutten, afries. sketta ‘verschließen’, aengl. scyttan ‘mit einem Riegel schließen’, engl. to shut ‘schließen’ (germ. *skutjan) als Intensivbildung zu dem unter ↗schießen (s. d.) behandelten starken Verb aufgefaßt werden. Als Ausgangsbedeutung ist dann ‘mit einem (schnell vorschießenden) Riegel absperren, schließen’ anzusetzen. Erwogen wird aber auch Herkunft (oder Einfluß?) von mhd. schüt(t)en in der Bedeutung ‘Erdreich an-, aufschwemmen, anhäufen, eindämmen’ (s. ↗schütten). vorschützen Vb. ‘etw. vorbringen, das zur (vermeintlichen) Rechtfertigung oder Entschuldigung dient, als Schutz aufbauen’ (17. Jh.). Schutz m. ‘Sicherung, Abschirmung’, mhd. (md.) schuz ‘Umdämmung, Aufstauung des Wassers, Schutz, Schirm’, Verbalabstraktum. Häufig formelhaft, vgl. Schutz und Schirm (16. Jh.), Schutz und Hilfe, mhd. schuz unde hulfe, oder (bereits frühnhd.) in Schutz nehmen, Schutz suchen, unter jmds. Schutz stehen, Schutz genießen. Schütz n. ‘bewegliche Absperrung an Schleusen und Wehren zur Regelung des Wasserdurchlaufs’ (18. Jh.), Nebenform von Schutz. Schützling m. ‘wer dem Schutz eines anderen anvertraut ist, unter dessen Betreuung steht’ (17. Jh.). Schutzmann m. ‘Verteidiger’ (17. Jh.), ‘Polizist’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Mündel · Pflegebefohlener · Schutzbefohlener · Schützling
Synonymgruppe
Favorit · ↗Günstling · ↗Liebling · ↗Protegé · Schützling
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Schützling‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Beschützer Bundestrainer Bundestrainerin Coach Dopingpraktik Erfolgstrainer Erzieherin Eskapade Heimtrainer Spielertrainer Tierpfleger Trainer Trainerin WM-Kampf Wohl Wohlergehen anfeuern attestieren beibringen ehemalig einstig gefiedert langjährig loben minderjährig prominent scheuchen verordnen vierbeinig zutrauen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schützling‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schützling‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der nahm seine Schützlinge nämlich im neuen Jahr gleich richtig ran.
Bild, 06.01.1998
Lächelnd betrachtete er die Fotos von Kämpfen seines Schützlings an der Wand.
Der Tagesspiegel, 18.09.1997
Und hatte sie deswegen die Schwachen zu ihren Schützlingen gemacht?
Schlink, Bernhard: Der Vorleser, Zürich: Diogenes 1995, S. 119
Ohne zu zögern, hetzten die Großen mit ihren Schützlingen zwischen den Gräbern zurück.
Röhrig, Tilman: In dreihundert Jahren vielleicht, Würzburg: Arena 1984 [1983], S. 118
Wenig genug bekam Frau Korn ihren früheren Schützling jetzt noch zu sehen.
Duncker, Dora: Großstadt. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1900], S. 15420
Zitationshilfe
„Schützling“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sch%C3%BCtzling>, abgerufen am 24.01.2020.

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