Schachspiel, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungSchach-spiel
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Schachbrett und Schachfiguren
Beispiele:
sie wünschte sich zum Geburtstag ein Schachspiel
ein Schachspiel besitzen
2.
Schach
Beispiele:
ein Lehrbuch des Schachspiels
die Grundregeln des Schachspiels
3.
Schachpartie
Beispiel:
ein Schachspiel abbrechen
4.
das Schachspielen
Beispiel:
in sechzig Jahren täglichen Schachspieles [St. ZweigSchachnovelle1,194]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schach · Schachbrett · schachmatt · Schachspiel
Schach n. Das alte, ursprünglich indische Brettspiel wird aus Persien durch die Araber (im 11. Jh.) nach Europa gebracht. Mhd. schāch ‘König im Schachspiel, Schachbrett, -spiel, schachbietender Zug’, mnd. schāk, mnl. scaec, nl. schaak geht über afrz. eschas, esche(c)s Plur. auf pers. arab. šāh ‘König’ zurück. Dies ist die Bezeichnung für die Hauptfigur des Spiels, bei deren Gefährdung der angreifende Spieler pers. arab. šāh, mhd. schāch, nhd. Schach, afrz. eschec, frz. échec ‘(Obacht auf) den König’ zu rufen hat. Darauf beruht der Name für das ganze Spiel. Dazu die Wendungen mhd. schāch bieten, nhd. Schach bieten ‘die Königsfigur angreifen’, übertragen ‘Einhalt gebieten’, im, in Schach halten ‘bändigen’ (19. Jh.). Gleicher Herkunft ist Schah m., die Bezeichnung für den persischen König und späteren Kaiser des Iran (19. Jh.). Schachbrett n. ‘Brett mit den 64 aufgezeichneten, abwechselnd hell und dunkel gefärbten, quadratischen Feldern für das Schachspiel’ (16. Jh.), älter ahd. scāhzabel (Hs. 12. Jh.), mhd. schāchzabel (zabel aus lat. tabula ‘Brett, Tafel’), so bis ins 16. Jh. geläufig. schachmatt Adj. ‘handlungsunfähig im Schachspiel (von der spielentscheidenden Figur des Königs her gesehen), besiegt’, übertragen ‘völlig erschöpft, müde, am Ende’, mhd. schāch unde mat (um 1200), nach afrz. eschec, chac et mat, aus pers. arab. šāh māt ‘der König ist gestorben’; s. dazu ↗matt2. Schachspiel n. (16. Jh.), vielleicht verkürzt aus gleichbed. mhd. schāchzabelspil.

Thesaurus

Synonymgruppe
Schach · Schachspiel  ●  Spiel der Könige  fig.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Lebendschach · Lebendschachspiel · Schach mit lebenden Figuren
  • Fressschach · Räuberschach · Schlagschach
  • Feenschach · ↗Märchenschach · heterodoxes Schach
  • Janusschach · Super-Schach
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Schachspiel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bauer Bauernopfer Computer Erfinder Erfindung Figur Fußball Kunst König Lehrbuch Leidenschaft Meister Regel Sport Strategie Turm Weltmeister Zug aufhören beibringen dreidimensional erlernen geliebt gleichen lernen lieben vergleichen vertreiben weltpolitisch widmen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schachspiel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schachspiel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das ist in der Kunst nicht anders als beim Schachspielen.
Die Zeit, 16.02.2009, Nr. 07
Ich fordere immer das Maximum - beim Schachspielen ebenso wie im Leben.
Der Spiegel, 21.09.1987
Trotz seiner jüdischen Frau hatte man ihn zum Schachspielen nach Spanien gelassen.
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 197
Trotz aller Mühe, die mein Großvater sich mit mir gab, ich lernte nie Schachspielen.
Müller,Herta: Der König verneigt sich und tötet, München: Carl Hanser Verlag 2003, S. 66
Der Begriff "Intelligenz" wird von den KI-Forschern meist auf Programme für Schachspielen, Schlüsse ziehen, Denksportaufgaben lösen angewandt.
Rechenberg, Peter: Was ist Informatik?, München: Hanser 1994 [1991], S. 250
Zitationshilfe
„Schachspiel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schachspiel>, abgerufen am 27.01.2020.

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