Schaff, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Schaff(e)s · Nominativ Plural: Schaffe
Aussprache
Wortbildung mit ›Schaff‹ als Erstglied: ↗Schaffel  ·  mit ›Schaff‹ als Letztglied: ↗Abwaschschaff · ↗Butterschaff
eWDG, 1974

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch Bottich
Beispiele:
ein Schaff mit heißem Wasser
der dir ab und zu ein Schaff zum Füßewaschen hinstellt [BrechtKalendergeschichten130]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schaff · Schapp · Schäffler · Scheffel · scheffeln
Schaff n. ‘Schöpf-, Messgefäß, Hohlmaß für Flüssigkeiten und Getreide, Bottich, (Wand)schrank’, ahd. scaf (Hs. 12. Jh.), mhd. schaf ‘Gefäß für Flüssigkeiten, Getreidemaß’, asächs. skap ‘Gefäß, Weinfaß’, mnd. schap ‘Schrank, Faß’, nd. Schapp n. ‘Spind, Schrank, Schubfach’, mnl. scap, nl. schap ‘Brett (eines Wandschranks), Schrank’, afries. skep ‘Gefäß’ (westgerm. *skapa-). Herkunft unsicher. Denkbar ist ein Anschluß an die Variante ie. *skā̌b(h)- ‘schnitzend gestalten’ der Wurzel ie. *(s)kē̌p-, *(s)kō̌p-, *(s)kā̌p- ‘mit scharfem Werkzeug schneiden, spalten’ (s. ↗schaffen). Als Ausgangsbedeutung ergibt sich ‘etw. Ausgehöhltes, Ausgeschabtes’, die sich zu ‘Gefäß’ und ‘Behältnis’ sowie (nd.-nl.) zu ‘Schrank’ weiterentwickelt. Schaff ist im heutigen Hd. auf obd. Gebiet begrenzt. Schäffler m. obd. ‘Böttcher, Faßbinder’, spätmhd. scheffelære, scheffeler. Scheffel m. ‘hölzernes Gefäß, Hohlmaß für Getreide, Schöpfgefäß’, ahd. skeffil (8. Jh.), mhd. scheffel, schepfel, asächs. skepil, mnd. schēpel, mnl. scēpel, nl. schepel. Wohl eine Bildung mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen germ. -ila- zu ie. *skā̌b(h)- ‘schnitzend gestalten’, einer Variante der oben genannten Wurzel ie. *(s)kē̌p-, *(s)kō̌p-, *(s)kā̌p-. Kaum eine deminutive Ableitung von Schaff. Redensartlich sein Licht (nicht) unter den Scheffel stellen ‘Wissen und Können (nicht) aus Bescheidenheit verbergen’ (16. Jh., nach Matth. 5, 15 f.), das Geld mit Scheffeln messen ‘sehr reich sein’ (19. Jh.). scheffeln Vb. ‘Scheffel füllen’ (17. Jh.). Redensartlich Geld scheffeln ‘Geld in großer Menge einnehmen und anhäufen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Spind  ●  ↗Kasten  süddt. · ↗Schrank  Hauptform · Schaff  ugs., regional · ↗Schaft  ugs., schweiz., süddt. · ↗Schapp  ugs., norddeutsch
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit derlei Interventionen festigte Schaff seine "Reputation" als unbequemer Mahner.
Süddeutsche Zeitung, 19.07.1997
Das kosmetische Ergebnis nach solchen Eingriffen sei mittlerweile zufriedenstellend, sagte Schaff.
Süddeutsche Zeitung, 24.11.1994
Er vermißte bei Schaff das Verständnis für die „gesellschaftliche Kontrolle“ und die Parteilichkeit.
Die Zeit, 31.01.1966, Nr. 05
Die geistig bedeutsamste Zeitschrift in deutscher Sprache war Philipp Schaffs Monatsheft »Der deutsche Kirchenfreund«.
Manrodt, M.: Evangelical and Reformed Church. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 2630
Auch Christa Schaff, Vorsitzende des Berufsverbandes der Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (BKJPP), fordert vor allem Rückzugsmöglichkeiten.
Die Welt, 06.09.2005
Zitationshilfe
„Schaff“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schaff>, abgerufen am 23.04.2019.

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