Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Schandmaul, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Schand-maul
Wortzerlegung Schande Maul
eWDG

Bedeutung

salopp, abwertend
1.
jmd., der ein unverschämtes Mundwerk hat, Lästermaul
Beispiele:
du bist ein (großes, richtiges, ausgesprochenes) Schandmaul
Nicht nur ein zersetzender Zyniker war der, sondern auch ein Schandmaul [ BredelEnkel564]
2.
unverschämtes Mundwerk
Beispiele:
jmd. hat ein Schandmaul
Gegen ihr Schandmaul kam keiner auf [ LöscherAlles Getrennte145]

Thesaurus

Synonymgruppe
Lästerer  ●  Lästermaul  ugs. · Lästerzunge  ugs. · Schandmaul  ugs. · Stänkerer  ugs. · böse Zunge  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Schandmaul‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich hatte gedacht, er würde nachts um elf so richtig loslegen mit seinem Schandmaul. [Die Zeit, 25.12.1992, Nr. 53]
Er ist ein genialer Übertreiber, ein hemmungsloses Schandmaul, ein kreuzfideler Pessimist. [Die Zeit, 10.02.1992, Nr. 06]
Dann kann er, ein Schandmaul von hohen Graden, spitzbübisch den Gastgeber bewitzeln. [Die Zeit, 15.04.1983, Nr. 16]
Man muß so eine richtige Type, ein Original, ein Schandmaul in der Provinz kennen. [Die Zeit, 28.11.1969, Nr. 48]
Auf den Lauschangriff gegen die Schandmäuler wird sie verzichten müssen. [Süddeutsche Zeitung, 01.09.1995]
Zitationshilfe
„Schandmaul“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schandmaul>.

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