Schaufel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schaufel · Nominativ Plural: Schaufeln
Aussprache
WorttrennungSchau-fel (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Schaufel‹ als Erstglied: ↗Schaufelbagger · ↗Schaufelblatt · ↗Schaufelgeweih · ↗Schaufellader · ↗Schaufelrad · ↗Schaufelradbagger · ↗Schaufelstiel · ↗schaufelförmig
 ·  mit ›Schaufel‹ als Letztglied: ↗Aschenschaufel · ↗Backschaufel · ↗Baggerschaufel · ↗Geweihschaufel · ↗Kehrichtschaufel · ↗Kohlenschaufel · ↗Krümelschaufel · ↗Mörtelschaufel · ↗Müllschaufel · ↗Sandschaufel · ↗Schneeschaufel · ↗Tortenschaufel · ↗Turbinenschaufel
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
zum Aufnehmen, Werfen und Schütten von körnigem, aus kleinen Stücken bestehendem Material bestimmtes Gerät, an dessen Stiel ein Blatt aus Metall befestigt ist, das meist hochgebogene Seitenränder hat und abgerundet ist
Beispiele:
eine Schaufel voll Schnee, Sand, Kies
ein paar Schaufeln (mit) Kohlen, Kartoffeln
etw. auf die Schaufel nehmen, laden
etw. mit der Schaufel in Säcke schütten
den Schmutz, Schnee mit Schaufel und Besen beseitigen, wegräumen
2.
übertragen Dinge, die einer Schaufel äußerlich ähnlich sind
a)
verbreitertes Ende am Geweih des Damhirsches, Elches
Beispiel:
die breiten, gewaltigen Schaufeln des Elches
b)
verbreitertes Ende des Ruders, Paddels
Beispiel:
die Schaufel in das Wasser tauchen
c)
Technik Teil eines Schaufelrades, Schaufelladers, Schaufelradbaggers
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schaufel · Schaufler · schaufeln
Schaufel f. Werkzeug mit (metallenem) Trageblatt und langem Stiel, ahd. scūfla (8. Jh.), scūvala (8./9. Jh.), mhd. schūvel(e), mnd. schūfele, asächs. windskūfla ‘Wurfschaufel’ und (mit kurzem Vokal) mnd. schüffel(e), mnl. schuffel, nl. schoffel, aengl. scofl, engl. shovel, schwed. skovel (germ. *skūblō, *skublō) sind (in unterschiedlichen Ablautstufen) mit femininem l-Suffix gebildete Gerätebezeichnungen (s. auch ↗Kurbel, ↗Spindel, ↗Windel) zu der unter ↗schieben (s. d.) verzeichneten Wurzelerweiterung ie. *skeub(h)- ‘(flink) dahinschießen, schieben, stoßen’. Schaufel ist daher als ein ‘Gerät, mit dem oder auf das etw. geschoben wird’ zu verstehen. Schaufler m. ‘Elch oder Damhirsch, dessen Geweihstangen Schaufeln bilden’ (18. Jh.), zu Schaufel ‘schaufelförmig verbreitertes Geweih’ (18. Jh.). schaufeln Vb. ‘mit Hilfe einer Schaufel aufnehmen und transportieren’, mhd. schūveln.

Thesaurus

Synonymgruppe
Schaufel · ↗Schippe  ●  ↗Schippe  ugs., regional · Schüppe  ugs., regional
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Pik (Kartenspiel)  ●  Schaufel  süddt. · ↗Schippe(n)  rheinisch · Schüppe(n)  rheinisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Axt Bagger Besen Bulldozer Eimer Forke Hacke Hacken Handfeger Harke Kelle Lawinensonde Mistgabel Müllsack Pickel Radlader Rechen Sandkasten Schaufel Schubkarre Sieb Sonde Spaten Spitzhacke Spitzhacken Säge VS-Gerät ausheben graben schippen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schaufel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Über 1000 Schaufeln hat der Rotor, mehrere Tage Arbeit für eine Person.
Der Tagesspiegel, 28.02.2004
Dann sah ich über die Schaufel hinweg seinen Kopf, seine Haare.
Bild, 16.12.1998
Das Mädchen befiehlt seinen abgehauenen Händen, eine Schaufel zu fassen.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 232
Ich holte einen Spaten und eine Schaufel aus dem Schuppen.
Widmer, Urs: Im Kongo, Zürich: Diogenes 1996, S. 182
Das Eis wird mit einem stumpfen Messer von der hingereichten Form geschnitten und mit Schaufel oder großem Löffel auf den eigenen Teller gebracht.
Meißner, Hans-Otto: Man benimmt sich wieder, Giessen: Brühl 1950, S. 106
Zitationshilfe
„Schaufel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schaufel>, abgerufen am 25.08.2019.

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