Schaufel, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schaufel · Nominativ Plural: Schaufeln
Aussprache 
Worttrennung Schau-fel
Wortbildung  mit ›Schaufel‹ als Erstglied: Schaufelbagger · Schaufelblatt · Schaufelgeweih · Schaufellader · Schaufelrad · Schaufelstiel · schaufelförmig
 ·  mit ›Schaufel‹ als Letztglied: Aschenschaufel · Backschaufel · Baggerschaufel · Feuerschaufel · Geweihschaufel · Grabschaufel · Handschaufel · Kehrichtschaufel · Kehrschaufel · Kohlenschaufel · Krümelschaufel · Kutterschaufel · Leitschaufel · Mörtelschaufel · Müllschaufel · Sandschaufel · Schneeschaufel · Tortenschaufel · Turbinenschaufel · Worfschaufel
 ·  mit ›Schaufel‹ als Grundform: schaufeln
eWDG

Bedeutungen

1.
zum Aufnehmen, Werfen und Schütten von körnigem, aus kleinen Stücken bestehendem Material bestimmtes Gerät, an dessen Stiel ein Blatt aus Metall befestigt ist, das meist hochgebogene Seitenränder hat und abgerundet ist
Beispiele:
eine Schaufel voll Schnee, Sand, Kies
ein paar Schaufeln (mit) Kohlen, Kartoffeln
etw. auf die Schaufel nehmen, laden
etw. mit der Schaufel in Säcke schütten
den Schmutz, Schnee mit Schaufel und Besen beseitigen, wegräumen
2.
übertragen Dinge, die einer Schaufel äußerlich ähnlich sind
a)
verbreitertes Ende am Geweih des Damhirsches, Elches
Beispiel:
die breiten, gewaltigen Schaufeln des Elches
b)
verbreitertes Ende des Ruders, Paddels
Beispiel:
die Schaufel in das Wasser tauchen
c)
Technik Teil eines Schaufelrades, Schaufelladers, Schaufelradbaggers
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schaufel · Schaufler · schaufeln
Schaufel f. Werkzeug mit (metallenem) Trageblatt und langem Stiel, ahd. scūfla (8. Jh.), scūvala (8./9. Jh.), mhd. schūvel(e), mnd. schūfele, asächs. windskūfla ‘Wurfschaufel’ und (mit kurzem Vokal) mnd. schüffel(e), mnl. schuffel, nl. schoffel, aengl. scofl, engl. shovel, schwed. skovel (germ. *skūblō, *skublō) sind (in unterschiedlichen Ablautstufen) mit femininem l-Suffix gebildete Gerätebezeichnungen (s. auch Kurbel, Spindel, Windel) zu der unter schieben (s. d.) verzeichneten Wurzelerweiterung ie. *skeub(h)- ‘(flink) dahinschießen, schieben, stoßen’. Schaufel ist daher als ein ‘Gerät, mit dem oder auf das etw. geschoben wird’ zu verstehen. Schaufler m. ‘Elch oder Damhirsch, dessen Geweihstangen Schaufeln bilden’ (18. Jh.), zu Schaufel ‘schaufelförmig verbreitertes Geweih’ (18. Jh.). schaufeln Vb. ‘mit Hilfe einer Schaufel aufnehmen und transportieren’, mhd. schūveln.

Thesaurus

Synonymgruppe
Schaufel · Schippe  ●  Schippe  ugs., regional · Schüppe  ugs., regional
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Pik (Farbe im Kartenspiel)  Hauptform · Schaufel  süddt. · Schippe(n)  rheinisch · Schüppe(n)  rheinisch
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Schaufel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schaufel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schaufel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Mädchen befiehlt seinen abgehauenen Händen, eine Schaufel zu fassen. [Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 232]
Zusammen stachen sie die erste Schaufel in die harte Erde. [Die Zeit, 25.06.2001, Nr. 26]
Mit der Schaufel weist er auf ein zerschossenes Dorf, das etwa 200 Meter von der Straße entfernt zu sehen ist. [Die Zeit, 31.01.1955, Nr. 05]
Jetzt erst schickt das Mädchen mit den abgehauenen Händen seine Hände mit der Schaufel voraus. [Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 232]
Einem Arbeiter auf dem Dach war die Schaufel aus der Hand gerutscht. [Süddeutsche Zeitung, 18.12.1995]
Zitationshilfe
„Schaufel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schaufel>.

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