Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Scheißer, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Scheißers · Nominativ Plural: Scheißer
Aussprache 
Worttrennung Schei-ßer
Wortzerlegung scheißen -er
Wortbildung  mit ›Scheißer‹ als Erstglied: Scheißeritis  ·  mit ›Scheißer‹ als Letztglied: Dukatenscheißer · Hosenscheißer · Schleimscheißer · Schluchtenscheißer
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
derb, abwertend, oft Schimpfwort unangenehmer Mensch, widerlicher Kerl
2.
derb, abwertend jmd., der gering geschätzt wird, der nichts gilt, nichts darstellt
3.
familiär Kosewort für einen Säugling, ein Kleinkind

Typische Verbindungen zu ›Scheißer‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Scheißer‹.

Verwendungsbeispiele für ›Scheißer‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Au backe, hier naht der alte Scheißer, Verduften ist nun unser Los. [Die Zeit, 25.09.1970, Nr. 39]
Für die meisten war das eher ein Abenteuer, es den „bürgerlichen Scheißern“ zu zeigen. [Die Zeit, 17.02.1986, Nr. 07]
Das Gerede von den „liberalen Scheißern“ rührt eben aus einem Absolutheitsanspruch her. [Die Zeit, 21.04.1972, Nr. 16]
Wer die Grundrechte verteidigt, der ist im Jargon der Neonazis ein "liberaler Scheißer". [Süddeutsche Zeitung, 28.08.2000]
Als ganz besonders liberaler Scheißer gilt den Rechtsradikalen derjenige, der sich sogar noch dafür einsetzt, dass sie demonstrieren dürfen. [Süddeutsche Zeitung, 28.08.2000]
Zitationshilfe
„Scheißer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schei%C3%9Fer>.

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