Scheit, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Scheit(e)s · Nominativ Plural: Scheite
Nebenform süddeutsch, österreichisch Scheit · Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Scheit(e)s · Nominativ Plural: Scheiter
Aussprache
Wortbildung mit ›Scheit‹ als Erstglied: ↗Scheiterhaufen · ↗Scheitholz · ↗Scheitstock
 ·  mit ›Scheit‹ als Letztglied: ↗Birkenscheit · ↗Buchenscheit · ↗Grabscheit · ↗Holzscheit · ↗Ortscheit · ↗Richtscheit · ↗Rührscheit · ↗Zugscheit
eWDG, 1974

Bedeutung

durch Spalten eines dicken Stammes, Holzklotzes gewonnenes größeres Holzstück, das zum Heizen verwendet wird
Beispiele:
ein brennendes, glimmendes, glühendes, verkohltes Scheit
ein Scheit Holz
ein paar Scheite auflegen, anlegen, aufs Feuer werfen
ein frisches Scheit zulegen
die Scheite im Kamin aufschichten
die Scheite prasseln, krachen im Ofen
ein Scheit von einem halben Meter Länge
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Scheit · scheitern · Scheiterhaufen
Scheit n. ‘abgespaltenes Stück Holz’, ahd. -skīt (vgl. grabūnskīt, Hs. 12. Jh.), mhd. mnd. schīt, aengl. scīd, engl. (mundartlich) shide, anord. skīð ‘Scheit, Schneeschuh’ (s. ↗Ski) führen auf germ. *skīda- n. ‘Gespaltenes’ und stehen im Ablaut zu dem unter ↗scheiden (s. d.) behandelten Verb. Neben dem Plur. mhd. schīte, nhd. Scheite entwickelt sich in Analogie zur Pluralform der es/os-Stämme ein neuer Plur. mhd. schīter, nhd. Scheiter, zu dem das Verb scheitern ‘zugrunde gehen, erfolglos sein’, eigentlich ‘in Stücke gehen’ (17. Jh.), zuvor zu-, zerscheitern (16. Jh.), gebildet wird, wohl aus Wendungen wie zu Scheitern gehen ‘in Trümmer auseinanderbrechen’ (16. Jh.), besonders vom Schiffbruch (17. Jh.)., Scheiterhaufen m. ‘aufgeschichteter Holzstoß’, auf dem Leichen, Verbrecher, Ketzer verbrannt wurden (16. Jh.). S. auch ↗Richtscheit.

Thesaurus

Synonymgruppe
Holzscheit · Scheit  ●  Holzscheiter  veraltet
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Feuer Kamin Ofen aufschichten brennen brennend dick knistern krachen lodernd nachlegen schichten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Scheit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Klar, beides ist aus Holz, und klar, der Heizwert des Scheits ist höher.
Die Welt, 15.05.2004
Die Scheite müssen heute kürzer werden als noch vor einigen Monaten.
Das Reich, 03.01.1943
Sie nahm das Scheit aus seiner Hand und warf es zu den andern.
Ganghofer, Ludwig: Der Dorfapostel, Stuttgart: Adolf Bonz 1917 [1900], S. 39
Ich lief zu einem der Feuer und riß einen großen brennenden Scheit heraus.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 284
Man schichtet die Scheite locker und regelt die Luftzufuhr entsprechend.
o. A.: Das Lexikon der Hausfrau, Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 137
Zitationshilfe
„Scheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Scheit>, abgerufen am 20.07.2019.

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