Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Schelf, der oder das

Grammatik Substantiv (Maskulinum, Neutrum) · Genitiv Singular: Schelfs · Nominativ Plural: Schelfe
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Schelf‹ als Erstglied: Schelfeis · Schelfmeer  ·  mit ›Schelf‹ als Letztglied: Kontinentalschelf
Herkunft aus gleichbedeutend (continental) shelfengl
eWDG

Bedeutung

Geografie Festlandsockel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schelf m. n. ‘Festlandsockel’ (der vom Schelfmeer bedeckte Streifen vor der Küste bis zur abfallenden Tiefsee), Übernahme (um 1900) von engl. (continental) shelf; engl. shelf ‘Brett, Sandbank, Riff’. Weitere Herkunft unklar.

Thesaurus

Geologie
Synonymgruppe
Festlandssockel · Kontinentalschelf · Kontinentalsockel · Küstenflachmeer · Schelf
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Schelf‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schelf‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schelf‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit Anfang des Jahrtausends beobachten Wissenschaftler bereits ein Abschmelzen des Schelfs. [Die Zeit, 04.06.2012, Nr. 23]
Wärmeres Ozeanwasser schmilzt das schwimmende Schelf auch von unten ab. [Die Zeit, 02.04.2008, Nr. 15]
Dieses Einfrieren geschieht jedoch nur bis zu einer Wassertiefe von etwa zwanzig Metern; der sibirische Schelf weist allerdings nur wenige derart flache Stellen auf. [Die Zeit, 28.08.1992, Nr. 36]
So rechnet auch das Amt für Bodenforschung mit mindestens 35 Millionen Tonnen Öl vom deutschen Schelf. [Die Zeit, 25.08.1972, Nr. 34]
Seitdem 1971 die Ölförderung auf dem norwegischen Schelf begann, heißt das Zauberwort Offshore. [Süddeutsche Zeitung, 11.02.1997]
Zitationshilfe
„Schelf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schelf>.

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