Schicksalsglaube, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Nebenform Schicksalsglauben · Substantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungSchick-sals-glau-be ● Schick-sals-glau-ben
WortzerlegungSchicksalGlaube
eWDG, 1974

Bedeutung

Glaube an die Unabänderlichkeit des Schicksals, dem der Mensch bedingungslos ausgeliefert sei, Fatalismus
Beispiel:
Ihr Schicksalsglaube war unerschütterlich [RinserMitte104]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man brauche sich aber jedenfalls nicht von vornherein einen solchen Schicksalsglauben zu eigen zu machen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1954]
Und ohne Schicksalsglauben, wird hinzugefügt, kann man kein vornehmer Mensch sein.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. I, Tübingen: Mohr 1920 [1916-1919], S. 612
Jansenistische Vorstellungen mischen sich in Racines Dramen mit dem Schicksalsglauben der Antike.
Süddeutsche Zeitung, 15.04.2004
Auch unter dem Drucke des Leides wird darum dieses religiöse Empfinden nicht zum bloßen Gefühl der Abhängigkeit mit seinem Schicksalsglauben und seinem Pessimismus.
Baeck, Leo: Das Wesen des Judentums, Frankfurt a. M.: Kauffmann 1932 [1905], S. 116
Nietzsches Determinismus und Schicksalsglaube tritt nun in einer besonderen Form auf, als Lehre von der ewigen Wiederkunft aller Dinge.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 2030
Zitationshilfe
„Schicksalsglaube“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schicksalsglaube>, abgerufen am 18.10.2019.

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