Schilderung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schilderung · Nominativ Plural: Schilderungen
Aussprache 
Worttrennung Schil-de-rung
Wortzerlegung schildern -ung
Wortbildung  mit ›Schilderung‹ als Letztglied: Charakterschilderung · Detailschilderung · Landschaftsschilderung · Milieuschilderung · Naturschilderung · Sittenschilderung · Stimmungsschilderung
eWDG

Bedeutung

das Schildern
Beispiele:
eine lebendige, anschauliche, eindringliche, packende Schilderung
das Fernsehen brachte eine dramatische Schilderung der Mondlandung
das Buch enthält die abenteuerliche Schilderung einer Weltreise
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schildern · Schilderung
schildern Vb. ‘mit Worten darstellen, beschreiben’. Mnd. schilderen ‘malen’, mnl. scilderen ‘(be)malen’ (von Wappenschildern), nl. schilderen ‘(be)malen, färben, beschreiben’, abgeleitet von mnd. schilder ‘Schild-, Wappenmaler’, dann auch ‘Kunstmaler’, mnl. scilder, nl. schilder ‘(Kunst)maler’ (vgl. mhd. schiltære, schilter ‘Schildmacher, Wappenmaler, Maler’), gebildet zu dem unter Schild1 und Schild2 (s. d.) dargestellten Substantiv, bedeutet anfänglich ‘Schilde mit Symbolen, mit Wappen bemalen’. Das Verb wird im 17. Jh. ins Hd. aufgenommen und entwickelt im 18. Jh. die Bedeutung ‘mit Worten malen’, d. h. ‘darstellen, beschreiben’. Die alte Bedeutung ‘bemalen’ hält sich in speziellen technischen Verwendungen bis ins 19. Jh., vgl. Tapeten, Kattun, Masten schildern. Schilderung f. ‘Darstellung, Beschreibung’ (18. Jh.), älter ‘Gemälde, Zeichnung’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beschreibung · Charakterisierung · Darstellung · Erklärung · Erläuterung · Konkretisierung · Schilderung · Zuschreibung von Eigenschaften  ●  Beschrieb  schweiz.

Typische Verbindungen zu ›Schilderung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schilderung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schilderung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und sein Sterben gehört zu den ergreifendsten Schilderungen, die Mann je geglückt sind. [Boy-Ed, Ida: Thomas Mann: Der Zauberberg. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1925], S. 7760]
Aus dem Jahre 1713 stammt eine Schilderung des Deponierens eines Studenten mit bildlichen Darstellungen. [Röhrich, Lutz: Horn. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 20441]
In den meisten Schilderungen blieb das Baby bis zuletzt ein Teil der Mutter. [Lakaschus, Carmen u. Binder, Hans-Jörg: Der Unterschied von Mann und Frau, Frankfurt: Bärmeier und Nikel 1968, S. 69]
Es wurde sehr eingehend besprochen, und ich bekam manchmal wenige Minuten danach die Schilderung. [o. A.: Einhundertvierzehnter Tag. Donnerstag, 25. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 28181]
Vermutlich sind einige Märchen darunter, aber viele Schilderungen erscheinen durchaus glaubhaft. [C't, 2000, Nr. 10]
Zitationshilfe
„Schilderung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schilderung>.

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