Schilf, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Schilf(e)s · Nominativ Plural: Schilfe
Aussprache
Wortbildung mit ›Schilf‹ als Erstglied: ↗Schilfdach · ↗Schilfdickicht · ↗Schilfgürtel · ↗Schilfhütte · ↗Schilfmatte · ↗Schilfrohr · ↗schilfbewachsen
 ·  mit ›Schilf‹ als Letztglied: ↗entschilfen · ↗umschilft
eWDG, 1974

Bedeutung

an Teichufern und Seeufern dicht wachsendes, bis zu 4 Metern hohes Sumpfgras, das vorwiegend zu Matten verarbeitet und als Papierrohstoff verwendet wird, Röhricht
Beispiele:
ein mit Schilf bedecktes Dach
das Schilf raschelt, knistert im Wind
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schilf n. Sammelname für Sumpfgräser, ‘Binse, Rohr’, ahd. skiluf m. n. (9./10. Jh.), mhd. schilf m. n., mnd. schelp, schilp n. ist eine Entlehnung aus lat. scirpus ‘Wassergras’ (mit Wechsel von r zu l wie in ↗Pflaume, ↗Maulbeere, s. d). Schilf gilt vor allem im nordd.-md. Gebiet (sonst auch ↗Rohr, ↗Ried, ↗Binse, s. d.). Im 19. Jh. setzt sich nach dem Vorbild ähnlicher Bezeichnungen wie Rohr, Gras, im Nordd. vielleicht auch unter Einfluß von nd. Schelp n., neutrales Genus durch.

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Ried · Schilf · ↗Schilfrohr  ●  ↗Reet  norddeutsch
Assoziationen
Synonymgruppe
Schilf · Schilfbewuchs · ↗Schilfgürtel · Schilfrohrbestand  ●  ↗Röhricht  Hauptform
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Binse Buschwerk Ente Gebüsch Gras Kahn Lehm Moor Pan Pappel Rascheln Riedgras Rohr Rohrkolben Röhricht Seerose Stroh Sumpfgras Ufer Weide abmähen bepflanzen bewachsen brüten geflochten mannshoch meterhoch quaken rascheln wogend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schilf‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein schmaler Steg führt durch das Schilf in den See.
Die Zeit, 06.06.2011, Nr. 23
Außerdem begann das silberne Schilf am See nun zauberhafte Klänge zu erzeugen.
Süddeutsche Zeitung, 23.10.2001
Das Schilf wird im Winter vom zugefrorenen See aus geerntet.
Annemarie Lange, Berliner Müggelsee Köpenick-Schmöckwitz-Erkner: Leipzig: VEB F.A. Brockhaus Verlag 1968, S. 18
Wir machten woanders im Schilf fest und angelten von neuem.
Holtz-Baumert, Gerhard: Alfons Zitterbacke, Berlin: Kinderbuchverlag 1981 [1958], S. 65
Dort, an der Böschung schimmerte es rötlich und verschwand im Schilf.
Salten, Felix: Bambi, Frankfurt a. M.: Fischer 1956 [1923], S. 134
Zitationshilfe
„Schilf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schilf>, abgerufen am 21.07.2019.

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