Schimmer, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schimmers · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Schim-mer
Wortbildung  mit ›Schimmer‹ als Letztglied: ↗Abendschimmer · ↗Morgenschimmer · ↗Sternenschimmer
 ·  mit ›Schimmer‹ als Grundform: ↗schimmern
Mehrwortausdrücke keinen Schimmer haben

Bedeutungsübersicht+

  1. matter Lichtschein, schwacher Glanz, (leichtes) Funkeln
    1. [bildlich] ...
    2. [übertragen] ...
eWDG

Bedeutung

matter Lichtschein, schwacher Glanz, (leichtes) Funkeln
Beispiele:
ein schwacher, matter, heller Schimmer
der Schimmer der Sterne, des Goldes, der Perlen, eines Edelsteines
der silberne Schimmer des Mondlichtes
der rötliche Schimmer der Apfelblüten
der erste Schimmer der Frühe
Das Meer ist silbern und klar mit einem blauen Schimmer in der Tiefe [ JensGötter12]
bildlich
Beispiel:
der Schimmer eines Lächelns lag auf ihrem Gesicht
übertragen
Beispiele:
einen Schimmer von Hoffnung haben
in ihm ist nicht ein Schimmer (= keine Spur) von Ehrgefühl, von Vernunft
saloppkeinen Schimmer, keinen blassen, nicht den geringsten Schimmer von etw. haben (= von etw. gar nichts wissen, verstehen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schimmern · Schimmer
schimmern Vb. ‘schwach leuchten, glänzen, leicht funkeln’ (15. Jh.), durch Luther verbreitete Iterativbildung zu einem in niederrhein. schimmen (um 1300), md. schemen (15. Jh.) ‘blinken, funkeln’ belegten Verb. Entsprechende Bildungen sind mnd. schēmeren ‘schattig bzw. dunkel sein, werden oder machen’, mnl. scēmeren ‘mit einem Schatten bedeckt sein’, nl. schemeren ‘dämmern’, aengl. scymrian, engl. to shimmer ‘flimmern, schimmern’. Alle stellen sich wie ↗Schemen und wohl auch ↗Schimmel (s. d.) mit m-Suffix zu der unter ↗scheinen (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *sk̑āi-, *sk̑ī- ‘gedämpft schimmern’. Schimmer m. ‘matter Glanz, mattes Leuchten, schwacher Schein’ (17. Jh.), Rückbildung aus dem Verb.

Thesaurus

Synonymgruppe
Farbe · ↗Farbton · ↗Kolorit · ↗Nuance · ↗Schattierung · Schimmer · ↗Ton · ↗Tönung
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Flimmer · Schimmer
Synonymgruppe
Abglanz · Schimmer · ↗Widerschein
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Schimmer‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schimmer‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schimmer‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich habe noch keinen Schimmer, welche Unis mir gefallen könnten.
Der Tagesspiegel, 06.04.2005
Dort sind die Brunnen vor der Uni in sanften Schimmer getaucht.
Süddeutsche Zeitung, 08.11.2002
Aber als sie nun die Lider öffnet, liegt ein unendlich zärtlicher Schimmer in ihren Augen.
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 293
Doch die geblendeten Augen gewahrten nicht mehr als ein rotes Schimmern.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 255
Nicht der leiseste mondäne Schimmer liegt am Morgen zwischen acht und zehn über den Räumen des großen Hotels.
Baum, Vicky: Menschen im Hotel, München: Droemersche Verlagsanstalt 1956 [1929], S. 51
Zitationshilfe
„Schimmer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schimmer>, abgerufen am 20.01.2021.

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