Schindel, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schindel · Nominativ Plural: Schindeln
Aussprache 
Worttrennung Schin-del
Wortbildung  mit ›Schindel‹ als Erstglied: Schindelbedachung · Schindeldach · Schindeldeckung
 ·  mit ›Schindel‹ als Letztglied: Dachschindel · Holzschindel  ·  mit ›Schindel‹ als Grundform: schindeln
eWDG

Bedeutung

dünnes Holzbrettchen zum Decken des Daches oder Belegen von Außenwänden
Beispiele:
ein mit Schindeln gedecktes Scheunendach
einen Turm mit Schindeln decken
das obere Stockwerk ist mit Brettern und schmalen Schindeln verkleidet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schindel · schindeln
Schindel f. ‘dünnes Holzbrettchen’ (zum Decken des Dachs), ahd. skintula (Hs. 11./12. Jh.), zuvor skintila (8. Jh.), skintala (9. Jh.), mhd. schindel, asächs. skindula, mnd. schindele, mnl. schindel, mengl. (mit Übergang von -ndl- in -ngl-) scincle, scingle, singel, engl. shingle sind aus lat. scindula, einer jüngeren Form von lat. scandula ‘Schindel, Dachschindel’, entlehnt. schindeln Vb. ‘mit Schindeln decken’ (18. Jh.), ‘Schindeln machen’ (17. Jh.), ‘ein gebrochenes Glied in Holzbrettchen schienen’ (16. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Schindel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schindel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schindel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Viele sind schief und krumm, manche liebevoll hergerichtet, anderen fehlen Fenster, die Farbe blättert, Schindeln sind vom Dach gerutscht. [Die Zeit, 10.10.2011, Nr. 41]
Die Häuser sind denen anderer südamerikanischer Städte nicht unähnlich, nur laufen die Dächer meistens schräg und sind mit Schindeln bedeckt. [Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 11.02.1902]
Aus dem mit groben Schindeln gedeckten Dach streckte sich ein gedrungener Kamin hervor. [Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 103]
In der Nacht klangen die Geräusche der Arbeit lauter und wie die Vorbereitungen zu einem großen Fest, so schien es Schindel. [Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 200]
Der alte deutsche Bahnhof ist weiß gekalkt, das Dach mit lindgrünen Schindeln eingedeckt. [Die Zeit, 29.04.1998, Nr. 19]
Zitationshilfe
„Schindel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schindel>.

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