Schindel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schindel · Nominativ Plural: Schindeln
Aussprache
WorttrennungSchin-del
Wortbildung mit ›Schindel‹ als Erstglied: ↗Schindelbedachung · ↗Schindeldach · ↗Schindeldeckung
 ·  mit ›Schindel‹ als Letztglied: ↗Holzschindel  ·  mit ›Schindel‹ als Grundform: ↗schindeln
eWDG, 1974

Bedeutung

dünnes Holzbrettchen zum Decken des Daches oder Belegen von Außenwänden
Beispiele:
ein mit Schindeln gedecktes Scheunendach
einen Turm mit Schindeln decken
das obere Stockwerk ist mit Brettern und schmalen Schindeln verkleidet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schindel · schindeln
Schindel f. ‘dünnes Holzbrettchen’ (zum Decken des Dachs), ahd. skintula (Hs. 11./12. Jh.), zuvor skintila (8. Jh.), skintala (9. Jh.), mhd. schindel, asächs. skindula, mnd. schindele, mnl. schindel, mengl. (mit Übergang von -ndl- in -ngl-) scincle, scingle, singel, engl. shingle sind aus lat. scindula, einer jüngeren Form von lat. scandula ‘Schindel, Dachschindel’, entlehnt. schindeln Vb. ‘mit Schindeln decken’ (18. Jh.), ‘Schindeln machen’ (17. Jh.), ‘ein gebrochenes Glied in Holzbrettchen schienen’ (16. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brett Dach Holz Stroh decken verkleiden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schindel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Viele sind schief und krumm, manche liebevoll hergerichtet, anderen fehlen Fenster, die Farbe blättert, Schindeln sind vom Dach gerutscht.
Die Zeit, 10.10.2011, Nr. 41
Die Häuser sind denen anderer südamerikanischer Städte nicht unähnlich, nur laufen die Dächer meistens schräg und sind mit Schindeln bedeckt.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 11.02.1902
Aus dem mit groben Schindeln gedeckten Dach streckte sich ein gedrungener Kamin hervor.
Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 103
Vor allen Dingen ist auf harzreiches Holz zur Fertigung der Schindeln Wert zu legen.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 386
Elinor schob mit dem Fuß die zerbrochenen Schindeln zur Seite.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 228
Zitationshilfe
„Schindel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schindel>, abgerufen am 06.12.2019.

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