Schlächterei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schlächterei · Nominativ Plural: Schlächtereien
Nebenform norddeutsch Schlachterei · Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schlachterei · Nominativ Plural: Schlachtereien
WorttrennungSchläch-te-rei ● Schlach-te-rei (computergeneriert)
Wortzerlegungschlachten-erei
Wortbildung mit ›Schlächterei‹ als Letztglied: ↗Menschenschlächterei · ↗Pferdeschlächterei · ↗Ross-Schlächterei · ↗Rossschlächterei
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
landschaftlich Fleischerei
2.
abwertend das massenweise Töten
Beispiel:
Die Schlächtereien von Widdern [PeschelVölkerkunde304]
übertragen das Hinmorden, Hinschlachten
Beispiel:
Schwarzer, Weißer, Brauner, Gelber! / Endet ihre Schlächterein [BrechtSolidaritätsl.]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schlachten · ausschlachten · Schlachter · Schlächter · Schlachterei · Schlächterei · Schlachtvieh
schlachten Vb. ‘zur Ernährung bestimmtes Vieh fachmännisch töten’, ahd. slahtōn (um 800), mhd. slahten, auch übertragen ‘(wehrlose) Menschen niedermetzeln, morden’, mnd. mnl. nl. slachten gehören zu den unter ↗Schlacht (s. d.) behandelten Substantiven. ausschlachten Vb. ‘Vieh von Eingeweide befreien, ausweiden’, übertragen ‘in jeder Hinsicht ausnützen, ausbeuten’ (17. Jh.). Schlachter m. (nordd.), Schlächter m. (nordd. und md.) ‘Fleischer’, ahd. slahtāri, slahteri (11. Jh.), mhd. slahtære, (md.) slechtēre. Schlachterei, Schlächterei f. ‘Fleischerei’ (um 1800). Schlachtvieh n. ‘zum Schlachten bestimmtes Vieh’ (17. Jh.); gelegentlich auch übertragen ‘in aussichtsloser militärischer Situation sinnlos geopferte Truppen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Fleischerei · ↗Fleischereibetrieb · Fleischerfachgeschäft · Fleischfachgeschäft · ↗Metzgerei · Metzgerladen · Schlachterei · Schlächterei  ●  ↗Fleischhauerei  österr.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Schlacht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schlächterei‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie waren sehend und sind blind in die Schlächterei gezogen; du hast sie blind gemacht, und wer weiß, ob sie sehend geworden sind.
Tucholsky, Kurt: Auf dem Grasplatz. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925]
Sollen all die Schlächtereien, die es dort gibt, übersehen werden?
Die Welt, 17.09.1999
Sicher ist nur, daß es viel Zerstörung und Schlächterei in unserer nächsten Nähe gegeben hat.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1944. In: Nowojski, Walter (Hg.), Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1944], S. 131
Wir haben dort eine eigene Schlächterei, eine eigene Bäckerei gesehen.
o. A.: Achtundsiebzigster Tag. Montag, 11. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 1279
Es seien »Agenten, Instrukteure und Lehrmeister der bolschewistischen Schlächtereien« nach Spanien gekommen.
o. A.: 1937. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 7698
Zitationshilfe
„Schlächterei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schlächterei>, abgerufen am 16.10.2019.

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