Dieser Artikel ist nicht auf dem aktuellen Stand. Er wird im Rahmen des DWDS-Projekts von der Redaktion überarbeitet.

Schlüpfer, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schlüpfers · Nominativ Plural: Schlüpfer
Aussprache
WorttrennungSchlüp-fer
Wortzerlegungschlüpfen-er
Wortbildung mit ›Schlüpfer‹ als Erstglied: ↗Schlüpferstürmer
eWDG, 1976

Bedeutung

die Pluralform hat die Bedeutung des Sg. wie des Pl.   von weiblichen Personen getragene kurze Unterhose mit Gummizug in der Taille
Beispiele:
ein kurzer Schlüpfer
die Schlüpfer, ein Paar Schlüpfer anziehen
sie hatte einen neuen Schlüpfer, neue Schlüpfer an
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schlüpfen · schliefen · Schlupf · Durchschlupf · Unterschlupf · Schlüpfer · Schlupfloch · Schlupfwinkel
schlüpfen Vb. ‘sich gleitend (durch enge Öffnungen) fortbewegen, sich schnell und geschmeidig bewegen’, ahd. intsluphen ‘entkommen, entschwinden’ (9. Jh.), frühnhd. entslüpfen, mhd. slüpfen, slupfen, frühnhd. schlupfen ‘schlüpfen, schlürfen’, nhd. schlupfen und schlüpfen ist eine (Doppelkonsonanz aufweisende) Intensivbildung (germ. *slupp(j)an) zu dem im 17. Jh. aus der Literatursprache verschwundenen, heute nur noch in der Jägersprache üblichen stark flektierenden Verb schliefen ‘in den Fuchs- oder Dachsbau kriechen’, ahd. sliofan (9. Jh.), mhd. sliefen ‘gleiten, schlüpfen’, mnd. mnl. slūpen, nl. sluipen, aengl. slūpan, got. sliupan ‘schleichen, schlüpfen’ (germ. *sleupan), das sich (wie ↗Schleife, ↗Schlaufe, ↗Schlucht, s. d.) mit lat. lūbricus ‘schlüpfrig, glatt, gleitend’ auf ie. *(s)leubʰ- ‘gleiten, schlüpfen’ zurückführen läßt, eine Labialerweiterung der Wurzel ie. *(s)leu- ‘gleiten, schlüpfen’ (wozu auch ↗schlau, ↗Schlauch, s. d.). Schlupf m. ‘das Schlüpfen, enger Durchgang, Versteck, Schleife’, spätmhd. slupf ‘das Schlüpfen, Schlupfwinkel, Schlinge, Strick’, heute besonders Grundwort in Komposita wie Durchschlupf m. (um 1600), Unterschlupf m. (16. Jh.). Schlüpfer m. ‘etw., in das man hineinschlüpft, Muff’ (17. Jh.), ‘Damenunterhose’ (20. Jh.). Schlupfloch n. mhd. slupfloch. Schlupfwinkel m. ‘Versteck’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Schlüpfer · ↗Slip · kurze Unterhose
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Höschen · Schlüpfer · ↗Slip · ↗Unterhose  ●  Schlübber  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bühne Büstenhalter Hemd Hose Schuh Strumpf anhaben ausziehen klauen warm weiß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schlüpfer‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einmal habe ich nackt geschlafen, da bin aber ständig aufgewacht und hab meinen Schlüpfer gesucht.
Bild, 09.11.2002
Nach den Schlüpfern will ich noch mal sehen, vielleicht kann ich noch einen bekommen.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 21.02.1944, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Ich nahm einen roten Schlüpfer heraus und roch an ihm.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 121
Als ihr klar wurde, dass es um sie und ihren Schlüpfer ging, zog sie sich aber schnellstens an.
Die Zeit, 06.11.2013, Nr. 44
Ja, ich ziehe nur noch Schlüpfer als Unterhose an und die sind aus Seide.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 14.07.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Schlüpfer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schlüpfer>, abgerufen am 10.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
schlupfen
Schlupf
schlunzig
schlunzen
Schlunze
Schlüpferstürmer
Schlupfhose
Schlupflid
Schlupfloch
Schlupfpforte