Schlüsselgewalt, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSchlüs-sel-ge-walt (computergeneriert)
WortzerlegungSchlüsselGewalt
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Jura Befugnis beider Eheleute, sich gegenseitig in ihrem häuslichen Wirkungskreis mit rechtlicher Wirkung zu vertreten
Beispiele:
die Schlüsselgewalt übernehmen
sie [die Frau] besitzt die sogenannte Schlüsselgewalt, kraft deren sie im häuslichen Wirkungskreis die Geschäfte des Mannes besorgen und ihn vertreten kann [BebelFrau360]
2.
Religion Befugnisse der Kirche, besonders Befugnis, die Sakramente zu verwalten

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nachts freilich soll er selbst unter Ausnutzung seiner Schlüsselgewalt gestohlen haben wie ein Rabe.
Süddeutsche Zeitung, 19.03.1998
Warum soll nicht der Mann zusammen mit seiner Frau die „Schlüsselgewalt“ besitzen?
Die Zeit, 15.03.1968, Nr. 11
Die Schlüsselgewalt der Kirche beziehe sich nach Gottes Festsetzung nur auf die Sündenschuld.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 21380
Der Mann kann die Schlüsselgewalt bei Mißbrauch beschränken oder ausschließen.
o. A.: Das Lexikon der Hausfrau, Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 273
Die Bestimmungen über die sogenannte "Schlüsselgewalt der Frau" sind durch das neue Familienrecht nur unwesentlich geändert worden.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 438
Zitationshilfe
„Schlüsselgewalt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schlüsselgewalt>, abgerufen am 23.04.2019.

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