Schlafbedürfnis, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Schlafbedürfnisses · Nominativ Plural: Schlafbedürfnisse
Aussprache
WorttrennungSchlaf-be-dürf-nis
WortzerlegungschlafenBedürfnis
eWDG, 1976 und DWDS, 2017

Bedeutung

natürliche Eigenschaft oder momentaner Wunsch von Mensch oder Tier, eine bestimmte Zeit lang, zu bestimmten Zeiten oder auf eine bestimmte Weise zu schlafenQuelle: DWDS, 2017
Beispiele:
ein großes Schlafbedürfnis habenQuelle: WDG, 1976
Das vegetative Nervensystem entscheidet über Arbeitsfreude oder Müdigkeit, heitere Grundstimmung oder Melancholie, körperliche Frische oder Schlafbedürfnis. [Berliner Zeitung, 22.02.1950]
Auch Erkrankungen wie die Narkolepsie, bei der Betroffene mehrmals am Tag von einem unüberwindbaren Schlafbedürfnis befallen werden, haben häufig genetische Ursachen. [Die Welt, 22.11.2016]
Ein breitgefächertes Angebot an Boxspringbetten lässt eine individuelle Ausrichtung auf jedes Schlafbedürfnis zu. [Betten Berlin, 05.08.2015, aufgerufen am 15.03.2017]
Dass jeder Gast unterschiedliche Schlafbedürfnisse hat, gilt natürlich nicht nur für Hotels an Land. [Neue Zürcher Zeitung, 14.02.2010]
Gleiche Erfolge gelangen bei Tieren, bei denen unter Streß ein gesteigertes krankhaftes Schlafbedürfnis erzeugt worden war. [Neues Deutschland, 22.05.1982]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein geringes, natürliches, gesteigertes, erhöhtes Schlafbedürfnis
als Aktiv-/Passivsubjekt: es besteht (ein bestimmtes) Schlafbedürfnis

Den originalen WDG-Artikel können Sie hier anschauen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Müdigkeit · Schlafbedürfnis · Schlafdruck

Typische Verbindungen
computergeneriert

Heißhunger Hunger erhöht gering natürlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schlafbedürfnis‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Glücklicherweise verringert sich im Alter das Schlafbedürfnis, ich fühle mich nur selten müde.
Die Zeit, 20.02.2012, Nr. 08
Gegen 4 Uhr morgens verspürte der Inhaber der Bar ein lebhaftes Unbehagen und Schlafbedürfnis, das ihn zwang, sich sofort zu Bett zu legen.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 05.04.1919
Der Hausierer dachte den Rauschgiften nach und verband ihre Wirkung mit seinem Schlafbedürfnis.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 247
Es besteht ein starkes Schlafbedürfnis, allein trotz äußerster Müdigkeit ist der Schlaf unruhig, oberflächlich, beängstigt und unerquicklich.
Mann, Thomas: Buddenbrooks, Frankfurt a. M.: Fischer 1989 [1901], S. 677
Die flüchtigen, wohlriechenden Aromastoffe des Kaffees sind auf Herz und Hirntätigkeit und auf das Schlafbedürfnis ohne positiven Einfluß.
Welt und Wissen, 1932, Nr. 2, Bd. 21
Zitationshilfe
„Schlafbedürfnis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schlafbedürfnis>, abgerufen am 16.07.2019.

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