Schlaufe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schlaufe · Nominativ Plural: Schlaufen
Aussprache
WorttrennungSchlau-fe
Wortbildung mit ›Schlaufe‹ als Letztglied: ↗Drahtschlaufe · ↗Gürtelschlaufe · ↗Lederschlaufe · ↗Stoffschlaufe · ↗Tragschlaufe
eWDG, 1976

Bedeutung

in runder oder länglicher Form geknotetes oder befestigtes Band, besonders aus Stoff oder Leder
a)
Band, das als Griff zum Festhalten oder zum Tragen dient
Beispiele:
eine lederne Schlaufe
die Schlaufen am Skistock
Die Taxe war alt und sehr schlecht gefedert. Ich hielt mich an der Schlaufe (= am Haltegriff) fest [NossackNovember55]
b)
Band, das als am Bund angenähter schmaler Stoffstreifen den Gürtel hält
Beispiel:
den Gürtel durch die, aus den Schlaufen ziehen
c)
Band, das an etw., besonders an Kleidungsstücken, als Zierde oder Verschluss dient
Beispiel:
der Kragen kann mit einer Schlaufe geknöpft werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schlaufe f. ‘Schlinge, Lederring’, ahd. sloufa (Hs. 12. Jh.), slouf (Hs. 13. Jh.), mhd. sloufe ‘Öhr, Öse, Öffnung, Kreis’, frühnhd. Schlaufe ist als Verbalsubstantiv gebildet zu ahd. (9. Jh.), mhd. sloufen, nhd. schlaufen ‘schlüpfen machen, hineinschlüpfen lassen’, einem Kausativum zum starken Verb ahd. sliofan, mhd. sliefen, nhd.schliefen ‘schlüpfen, gleiten’ (s. ↗schlüpfen). Schlaufe, eigentlich ‘etw., in das man hineinschlüpft’, ist die ältere Form von ↗Schleife (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Masche · Schlaufe · ↗Schleife · ↗Schlinge
Unterbegriffe
  • Faustriemen · ↗Portepee  ●  Schlagband  schweiz.
Synonymgruppe
Etikett · ↗Lasche · Schlaufe · ↗Streifen · ↗Öse
Technik
Synonymgruppe
Schlaufe · ↗Schlinge  ●  ↗Rundschlinge  fachspr. · ↗Spanngurt  ugs. · ↗Zurrgurt  fachspr.
Assoziationen
  • Druckratsche · Kurzhebelratsche
  • Langhebelratsche · Zugratsche

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bein Fuß Griff Gürtel Haken Hals Handgelenk Schlaufe Seil Skistock Stock Tasche befestigen festhalten hängen rutschen schlingen speziell stecken supraleitend versehen winzig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schlaufe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit den nackten Füßen erst einmal in den Schlaufen, gibt es kein Zurück mehr.
Süddeutsche Zeitung, 07.12.2004
Sie legt sich die Schlaufe eng um die Finger der linken Hand.
Die Zeit, 13.01.2003 (online)
Für die Schlaufe einen Streifen verstürzt auf knapp 1 cm Breite zusammensteppen.
Janusch, Antonie: Unser Schneiderbuch, Leipzig: Verlag für d. Frau 1979 [1965], S. 126
Ziehe danach den Arbeitsfaden von rechts nach links unter der rechten Schlaufe hindurch.
Frost, Margarete: Aus bunten Fäden, Leipzig: Verl. für die Frau 1986, S. 13
Mit einem Ruck zurrte er das knarzende Holz fest und band die Enden des Strickes zu Schlaufen.
Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 150
Zitationshilfe
„Schlaufe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schlaufe>, abgerufen am 23.07.2019.

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