Schlegel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schlegels · Nominativ Plural: Schlegel
Aussprache
WorttrennungSchle-gel
Wortbildung mit ›Schlegel‹ als Letztglied: ↗Gänseschlegel · ↗Hähnchenschlegel  ·  mit ›Schlegel‹ als Grundform: ↗schlegeln
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Werkzeug zum Schlagen
a)
Hammer
Beispiele:
ein eiserner, hölzerner Schlegel
der Schlegel des Steinmetzen
b)
Trommelstock
Beispiel:
der Stadttambour […] tat einzelne Schläge mit dem rechten Schlegel [G. KellerKleider machen Leute6,339]
c)
Klöppel
Beispiel:
der Schlegel des Gongs
2.
süddeutsch, österreichisch, schweizerisch Keule vom Schlachtvieh, Haarwild
Beispiele:
der Schlegel eines Kalbs, Rehs
Der Weg führte mich an der Metzgerei vorbei mit […] dem geräucherten Schinken, dem harten Schlegel Bündnerfleisch [FedererGeschichten131]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schlegel · Schlägel · schlegeln · schlägeln
Schlegel m. ‘Schlagwerkzeug, Hammer, Klöppel, Trommelstock’, südd. ‘Keule’ (vom Schlachtvieh), ahd. slegil (9. Jh.), mhd. slegel ‘Werkzeug zum Schlagen, Keule, Flegel, schwerer Hammer’, auch ‘Ort, wo geschlagen wird, Schmiede, Schlachthaus’, wie ↗Hebel, ↗Würfel, ↗Zügel (s. d.) mit dem für die Bildung von Gerätebezeichnungen üblichen Suffix germ. -ila- zu dem unter ↗schlagen (s. d.) behandelten Verb. Durch orthographische Regelung (im 18. Jh.) davon unterschieden Schlägel m. ‘Fausthammer der Bergleute, Fäustel’ (16. Jh.). schlegeln, schlägeln Vb. ‘wiederholt (mit dem Schlegel) schlagen, hämmern, prügeln, sich schnell hin und her bewegen’, frühnhd. slegelen ‘sich schnell hin und her bewegen, zappeln, zucken’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Schlegel · ↗Trommelstock
Synonymgruppe
Schlegel · ↗Schlägel
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Geschichte, Militär
Synonymgruppe
Streitkolben  ●  Schlegel  veraltet · ↗Schlägel  veraltet · Slegel  veraltet
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bearbeitung Hammer Nachdichtung Schlag Trommel hölzern schwingen weich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schlegel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein Wirbel mit dem Schlegel zeigt das Ende einer rhythmischen Phrase an.
Deuchler, Martina u. Hye-ku, Lee: Koreanische Musik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1979], S. 43447
Mit atemberaubender Schnelligkeit fliegen die Schlegel von einem Fell zum anderen - faszinierend und gar nicht eintönig.
Bild, 21.07.2003
Es wird senkrecht an den Stein angesetzt und mit dem Schlegel angetrieben.
o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 34509
Zweimal klopfen mit dem bronzenen Schlegel galt der Pilarschen Etage.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 63
Zitationshilfe
„Schlegel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schlegel>, abgerufen am 14.11.2019.

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