Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Schleichhandel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache 
Worttrennung Schleich-han-del
Wortzerlegung schleichen Handel1
eWDG

Bedeutung

ungesetzlicher Handel unter Umgehung der bestehenden Vorschriften und zulässigen Handelswege, besonders in Zeiten der Verknappung und Bewirtschaftung von Waren
Beispiel:
die Schieber verkauften während der Teuerung Lebensmittel im Schleichhandel zu Wucherpreisen

Thesaurus

Synonymgruppe
Schleichhandel · Schmuggelei  ●  Konterbande  veraltet · Kontrebande  veraltet · Schmuggel  Hauptform · Pascherei  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Schwarzhandel · Schwarzmarkt  ●  Agiotage  österr. · Schleichhandel  österr.
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Schleichhandel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Leider macht sich auch im Verkehr mit Düngemitteln der Schleichhandel bemerkbar. [Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 29.03.1919]
Selbst wenn die Schweiz auf das amerikanische Ansuchen eingehen sollte, würde der Schleichhandel und die Lieferung über andere Länder die zugestandene Einschränkung größtenteils illusorisch machen. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1945]]
Die meisten Lebensmittel gibt es nur noch im Schleichhandel, zu hohen Preisen. [Die Zeit, 20.03.1992, Nr. 13]
Die Ökonomen machten die Juden für das wirtschaftliche Chaos und den Schleichhandel im Generalgouvernement verantwortlich. [konkret, 1989]
Der Umfang, den dieser unerlaubte Schleichhandel angenommen hat, ist allerdings imstande, eine gerechte Lebensmittelverteilung zu gefährden. [Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 13.03.1917]
Zitationshilfe
„Schleichhandel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schleichhandel>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Schleicherei
Schleicher
Schleiche
Schlei
Schlehenspinner
Schleichhändler
Schleichkatze
Schleichpatrouille
Schleichweg
Schleichwerbung