Schleie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schleie · Nominativ Plural: Schleien
eWDG, 1976

Bedeutung

wohlschmeckender Süßwasserfisch mit zwei Barteln am Maul und sehr kleinen Schuppen unter der dicken, schleimigen Oberhaut, der in Gewässern mit schlammigem, pflanzenreichem Grund lebt
Beispiel:
Schleien in Teichen halten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schlei · Schleie
Schlei m. Schleie f. Name eines schleimigen, zu den Karpfen zählenden Fisches, ahd. slīo m. (11. Jh.), mhd. slīe, slīhe, slīge m. f., mnd. slī m., aengl. slīw, slēow m., nl. slij f. (westgerm. *sleiwa- m., *sleiwō f.) führt wie ↗Schleim und ↗schleifen (s. d.) auf eine anlautendes s- aufweisende Variante der unter ↗Leim (s. d.) angeführten Wurzel ie. *lei- ‘schleimig, durch Nässe glitschiger Boden, ausgleiten, worüber hinschleifen oder -streichen, schmieren’, deren s-loser Variante hingegen die baltoslaw. Entsprechungen wie lit. lýnas, russ. lin’ (линь) ‘Schlei’ folgen. Wie bei ↗Schlange (s. d.) setzt sich im Nhd. bei der auf -e endenden Form Schleie das fem. Genus durch.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aal Barsch Forelle Hecht Karpfen Plötze Zander

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schleie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die in eine gefettete feuerfeste Form gelegten Schleien mit der möglichst durchgeseihten Soße überziehen und auf kleinster Flamme völlig gar werden lassen.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 116
Sogar die Schleie ist an einigen wenigen Stellen im Brackwasser gefangen worden.
Zeiske, Wolfgang: Angle richtig!, Berlin: Sportverl. 1974 [1959], S. 169
Im See werden unter anderem Schleie, Karpfen, Aale, Hechte gefangen.
Die Zeit, 04.07.1986, Nr. 28
Über 50 Tonnen Karpfen, Welse, Störe und Schleie sind drin.
Bild, 12.10.2002
Thomas kocht seine Fischsuppe, und die blauen Schleie zerfallen nicht mehr nach den ersten mißglückten Versuchen.
Wiechert, Ernst: Das einfache Leben, München: Ullstein Taschenbuchverl. 2000 [1946], S. 77
Zitationshilfe
„Schleie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schleie>, abgerufen am 18.09.2019.

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