Schleiereule, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungSchlei-er-eu-le (computergeneriert)
WortzerlegungSchleierEule1
eWDG, 1976

Bedeutung

Eule, deren Federn im Gesicht wie ein herzförmiger Schleier angeordnet sind
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schleier · schleierhaft · verschleiern · Schleiereule
Schleier m. ‘dünnes, vielfach durchsichtiges, besonders Kopf oder Gesicht verhüllendes Gewebe, herabhängendes Kopftuch’. Das seit der Mitte des 13. Jhs. in vielen Varianten belegte mhd. slogier, sloiger, sloier, sleiger, slei(e)r ist wie mnd. sloier, sloiger, mengl. sleir, nl. sluier etymologisch ungeklärt. Eine zeitlich mögliche Entlehnung von Sache und Wort aus einer oriental. Sprache läßt sich nicht nachweisen. Es wird daher versucht, das Substantiv mit mnl. slōien ‘schleppen, schleifen’, mnl. slōi, slōie ‘Kleiderschleppe’ zu verbinden. Der Schleier als Teil der Nonnenkleidung wird zum Symbol des klösterlichen Lebens für Frauen, vgl. den Schleier nehmen ‘Nonne werden’ (18. Jh.). schleierhaft Adj. ‘aus dünnem Gewebe’ (17. Jh.), ‘unklar, rätselhaft’ (19. Jh.). verschleiern Vb. ‘mit einem Schleier bedecken’ (17. Jh.), häufig ‘wissentlich oder mangels Einsicht Sachverhalte und Gründe unklar oder beschönigend darstellen’ (18. Jh.). Schleiereule f. Eulenart, deren Federn um die Augen kranzförmig wie Schleier angeordnet sind (16. Jh.).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Schleiereule [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fledermaus Steinkauz Turmfalke

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schleiereule‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Heute nach drei Monaten ist die braun gefiederte Schleiereule fast ausgewachsen.
Süddeutsche Zeitung, 16.08.2001
Völlig apathisch war die hellbraune Schleiereule, deren Flügel bis auf einen Meter gespreizt werden konnten.
Die Zeit, 25.10.1968, Nr. 43
Ebenso gibt es auch im nahen Umfeld Schleiereule und Waldohreule.
Der Tagesspiegel, 29.10.2004
Für zwei Mark können Interessenten die Schleiereule, aber auch Wasservögel und Damwild täglich ansehen.
Die Welt, 07.03.2000
Die Kinder besuchen Hase, Maulwurf, Igel, Reh, Schleiereule und Eidechse auf der Wiese.
C't, 1999, Nr. 17
Zitationshilfe
„Schleiereule“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schleiereule>, abgerufen am 18.10.2019.

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