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Schlick, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schlick(e)s · Nominativ Plural: Schlicke
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Schlick‹ als Erstglied: Schlickgras · Schlickschlitten · schlickig
eWDG

Bedeutung

feinkörnige, an organischen Stoffen reiche Ablagerung von Schlamm
Beispiele:
der Schlick des Wattenmeeres
durch den Schlick waten
der Fluss lagert jedes Jahr fruchtbaren Schlick ab
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schlick m. ‘in Buchten abgesetzter, fruchtbarer Meeresschlamm’. Nd. Slik ‘Schlamm, Morast’, besonders ‘Schlamm auf dem Grund von Gewässern’, gelangt im 17. Jh. als Bezeichnung für den den Marschboden bildenden Meeresschlamm in die Literatursprache. Dem mnd. slik und (langvokalisch) slīk entsprechen (zum Teil ebenfalls mit langem Vokal) ahd. slī̌h, daneben auch slic (Hs. 12. Jh.), mhd. slich, slīch ‘Schlick, Schlamm, Kot’, nhd. Schlich, Schleich ‘Schlamm’, mnl. slijc, nl. slijk ‘Morast, Kot, Schlamm’, anord. slīkr ‘Schleim auf der Fischhaut’; dazu vgl. auch engl. sleek ‘glatt’, isl. slíkur ‘glatt’. Alle Formen gehören vielleicht zu der unter schleichen (s. d.) genannten Erweiterung ie. *(s)leig̑- ‘schleimig, gleiten, glätten’ der auch s-Anlaut aufweisenden Wurzel ie. *lei- ‘schleimig, durch Nässe glitschiger Boden, ausgleiten, worüber hinschleifen oder -streichen, schmieren’ (s. Schleim, Leim, Lehm).

Thesaurus

Synonymgruppe
Morast · Mulm · Schlamm · Schlammablagerung · Schlick

Typische Verbindungen zu ›Schlick‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schlick‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schlick‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich muss geduldig sein, um vollkommen auskuriert auf den Platz zurückkehren zu können ", sagte Schlicke. [Die Zeit, 04.09.2012 (online)]
Ich werde alles geben, sie diesmal zu nutzen ", versichert Schlicke. [Die Welt, 28.02.2004]
So eine Diskussion würde ich jedenfalls gern wieder in Kauf nehmen ", sagt Schlicke. [Bild, 26.02.2005]
Dabei war er so tief im Schlick versunken, daß er sich nicht mehr befreien konnte. [Bild, 23.10.2004]
Ja, man habe jetzt statt dreier Generale einen, fügte Schlick hinzu, damit sei schon etwas gewonnen. [Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 2302]
Zitationshilfe
„Schlick“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schlick>.

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