Schmaus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schmauses · Nominativ Plural: Schmäuse
Aussprache
Wortbildung mit ›Schmaus‹ als Letztglied: ↗Augenschmaus · ↗Doktorschmaus · ↗Einzugsschmaus · ↗Festschmaus · ↗Geburtstagsschmaus · ↗Hebeschmaus · ↗Hochzeitsschmaus · ↗Leichenschmaus · ↗Ohrenschmaus · ↗Richtschmaus
eWDG, 1976

Bedeutung

scherzhaft leckere Mahlzeit, festliches Mahl
Beispiele:
einen großen Schmaus geben
zum Schmaus einladen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schmaus · schmausen
Schmaus m. ‘fröhliches Gelage mit reichlichem Essen und Trinken’ (Anfang 17. Jh.); vgl. nd. ostfries. Smūs, schweiz. schwäb. Schmaus, elsäss. Geschmäus. Dazu schmausen Vb. ‘mit Genuß und Behagen viel und gut essen und trinken’ (1. Hälfte 17. Jh.); vgl. nd. ostfries. smūsen, schweiz. schwäb. schmausen, elsäss. schmäusen. Substantiv und Verb sind in die Studentensprache eingedrungen und haben sich von dort aus verbreitet. Die Herkunft ist unklar. Man kann vielleicht schweiz. schmauseln, schmuseln ‘schmuddeln, besudeln’ heranziehen und von einer Bedeutung ‘behaglich, aber nachlässig und unsauber essen und trinken’ ausgehen. Lautlich unbefriedigend ist die meist angenommene Verwandtschaft mit (allerdings semantisch nahestehenden) nl. (älter) smuisteren ‘schmieren, einschmieren, salben, lecker essen’, smodderen ‘beschmutzen, beschmieren, besudeln’, nd. smuddern ‘(sich) besudeln, fein regnen’, smudden ‘sudeln, beschmieren, ständig unsauber und mit triefendem Mund essen und trinken’ (s. ↗schmuddelig), es sei denn, man sieht in Schmaus, schmausen spielerisch-affektisch entstandene Lautvarianten.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bankett · ↗Festbankett · ↗Festessen · ↗Festmahl · Festmahlzeit · ↗Galadiner · ↗Gastmahl · Schmaus · ↗Schmauserei  ●  ↗Göttermahl  ugs.
Unterbegriffe
  • Kastanien-Orgie · Kastanienball · Kastanienballett · Kastanienbankett
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fest Tanz festlich fröhlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schmaus‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erna P. hantiert, wie jeden Tag, am Herd; freut sich auf den Schmaus.
Bild, 02.04.2001
Nach dem köstlichen Schmaus freuen sich alle auf den Absacker in der Bar.
Der Tagesspiegel, 12.12.2000
Der Schmaus kostet 28 Francs, der Wein ist selbstverständlich im Preis inbegriffen.
Die Zeit, 05.03.1982, Nr. 10
Einen zum Schmaus gedeckten Tisch würde in karger Zeit so leicht keiner verlassen.
Die Zeit, 03.08.1973, Nr. 32
Umringt von Hotelmitarbeitern schreitet das frisch vermählte Paar auf dem roten Teppich zum festlichen Schmaus.
Die Welt, 30.08.2004
Zitationshilfe
„Schmaus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schmaus>, abgerufen am 09.12.2019.

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