Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Schmetterling, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schmetterlings · Nominativ Plural: Schmetterlinge
Aussprache 
Worttrennung Schmet-ter-ling
Mehrwortausdrücke  Schmetterlinge im Bauch
eWDG

Bedeutungen

1.
in sehr zahlreichen Arten vorkommendes, hochentwickeltes Insekt mit zwei verhältnismäßig großen, von (farbigen) Schuppen bedeckten Flügelpaaren und einem Saugrüssel, Falter
Beispiele:
ein bunter, gelber, weißer, schöner Schmetterling
ein Schmetterling gaukelt, flattert von Blüte zu Blüte
Schmetterlinge fangen, sammeln
umgangssprachlich, scherzhaftwie ein Schmetterling hin und her flattern, von einer Blume zur andren gaukeln (= viele Liebschaften haben)
übertragen
Beispiel:
abwertender ist ein flatterhafter Schmetterling (= von unbeständigem Charakter, leichtlebig)
2.
Schwimmen Synonym zu Schmetterlingsschwimmen
Grammatik: ohne Artikel
Beispiel:
sie stellte über 100 m Schmetterling einen neuen Rekord auf
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schmetterling · Schmetten
Schmetterling m. in vielen Arten vorkommendes Insekt mit zwei beschuppten, buntgemusterten Flügelpaaren, ‘Falter’. Um die Mitte des 18. Jhs. wird omd. Schmetterling (zuerst Schmetterlinck, Leipzig um 1500) in die nhd. Literatursprache aufgenommen. Der wohl aus *Schmettenling dissimilierte Name ist offensichtlich zu südostd. omd. Schmetten m. ‘Sahne, Rahm’ (s. Sahne) gebildet, einer Entlehnung (17. Jh.) aus gleichbed. tschech. smetana, und beruht auf dem Volksglauben, daß Hexen in Schmetterlingsgestalt fliegen, um Milch und Rahm zu stehlen; vgl. andere landschaftliche Bezeichnungen wie Buttervogel, Milch-, Molkendieb, -stehler sowie engl. butterfly.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Falter · Schmetterling
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Maulbeerspinner · Seidenspinner
  • Großer Schwalbenschwanz · Mittelamerikanischer Schwalbenschwanz
  • Amerikanischer Monarch · Monarchfalter
  • Landkärtchen · Landkärtchenfalter
  • Blatt-Tütenmotte · Miniermotte
  • Mondfleck · Mondvogel  ●  Phalera bucephala fachspr., lat., griechisch
  • Eschen-Schneckenfalter · Kleiner Maivogel  ●  Maivogel Hauptform · Euphydryas maturna fachspr., lat., griechisch · Hypodryas maturna fachspr., lat., griechisch
Assoziationen
Sport
Synonymgruppe
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Schmetterling‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schmetterling‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schmetterling‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Dinge liegen nicht viel anders als bei den Schmetterlingen. [Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 234]
Nach 15 bis 20 Tagen (Juli) erscheint bereits der Schmetterling. [Wiehle, Hermann u. Harm, Marie: Lebenskunde für Mittelschulen – Klasse 3, Halle u. a.: Schroedel u. a. 1941, S. 1]
Sonst wird dieser Schmetterling die düstere Burg wohl doch verlassen. [Die Zeit, 02.04.1998, Nr. 15]
Ich glaube, ihr Vater hat sie nach einem Schmetterling benannt, den er fangen wollte. [Die Zeit, 21.11.2013, Nr. 46]
Die Seide verschwand wie ein gefangener Schmetterling unter seiner Hand. [Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 58]
Zitationshilfe
„Schmetterling“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schmetterling>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Schmetterball
Schmettenkäse
Schmetten
Schmerzzustand
Schmerzzentrum
Schmetterlinge im Bauch
Schmetterlingsblüte
Schmetterlingsblütler
Schmetterlingsfang
Schmetterlingsflechte