Schmirgelpapier, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungSchmir-gel-pa-pier
WortzerlegungschmirgelnPapier
eWDG, 1976

Bedeutung

Papier mit aufgeleimtem Schmirgel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schmirgel1 · schmirgeln · Schmirgelpapier
Schmirgel1 m. ‘zum Schleifen und Polieren verwendetes mittel- bis feinkörniges Mineral’, seit dem 16. Jh. in der Form Smirgel, Schmirgel bezeugt (daneben vom 17. Jh. an die Variante Schmergel, die von Adelung und Campe bevorzugt wird und landschaftlich noch Anfang des 20. Jhs. gilt), ist eine Entlehnung aus gleichbed. ital. smeriglio. Dieses zuerst im 15. Jh. nachzuweisende, aber wohl ältere (vgl. mlat. smeriglum, 13. Jh. in Oberitalien) ital. Substantiv geht auf eine Weiterbildung von byzant.-griech. smerí (σμερί) ‘Schmirgel’ zurück; die antike Bezeichnung des damals vor allem auf Naxos und in Kleinasien gewonnenen Schleifmittels ist griech. smýris, smíris (σμύρις, σμίρις) f., später auch smirís (σμιρίς), spätlat. smyris f. Da die Herleitung des griech. Ausdrucks ungeklärt ist, bleibt die mehrfach vermutete Verwandtschaft mit ↗schmieren (s. d.) fraglich. schmirgeln Vb. ‘mit Schmirgel schleifen, polieren’, dann überhaupt ‘mit einem Schleifmittel bearbeiten’ (2. Hälfte 18. Jh. neben heute unüblichem schmergeln); vgl. entsprechendes ital. smerigliare. Schmirgelpapier n. ‘Papier mit aufgeleimtem Schmirgel’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Glaspapier · ↗Sandpapier · ↗Schleifpapier · Schmirgelpapier

Typische Verbindungen
computergeneriert

bearbeiten fein

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schmirgelpapier‹.

Zitationshilfe
„Schmirgelpapier“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schmirgelpapier>, abgerufen am 15.12.2019.

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