Schmuck, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schmuck(e)s · Nominativ Plural: Schmucke · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Schmuck‹ als Erstglied: ↗Schmuckbedürfnis · ↗Schmuckeremit · ↗Schmuckgegenstand · ↗Schmuckkasten · ↗Schmuckkästchen · ↗Schmucknadel · ↗Schmucksachen · ↗Schmuckspange · ↗Schmuckstein · ↗Schmuckstück · ↗Schmuckware · ↗Schmuckwerk · ↗schmuckbeladen · ↗schmucklos
 ·  mit ›Schmuck‹ als Letztglied: ↗Altarschmuck · ↗Bartschmuck · ↗Bernsteinschmuck · ↗Bilderschmuck · ↗Bildschmuck · ↗Blattschmuck · ↗Blumenschmuck · ↗Blätterschmuck · ↗Blütenschmuck · ↗Brautschmuck · ↗Brillantschmuck · ↗Buchschmuck · ↗Christbaumschmuck · ↗Diamantenschmuck · ↗Diamantschmuck · ↗Fahnenschmuck · ↗Familienschmuck · ↗Federschmuck · ↗Fensterschmuck · ↗Festschmuck · ↗Glasschmuck · ↗Goldschmuck · ↗Haarschmuck · ↗Halsschmuck · ↗Hauptschmuck · ↗Hochzeitsschmuck · ↗Juwelenschmuck · ↗Kopfschmuck · ↗Laubschmuck · ↗Modeschmuck · ↗Nasenschmuck · ↗Ohrenschmuck · ↗Platinschmuck · ↗Raumschmuck · ↗Strass-Schmuck · ↗Strassschmuck · ↗Tafelschmuck · ↗Tischschmuck · ↗Wandschmuck · ↗Weihnachtsbaumschmuck · ↗Weihnachtsschmuck
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
kleine, kostbare Gegenstände, meist aus edlem Metall, die besonders von weiblichen Personen zur Verschönerung sichtbar am Körper getragen werden
Beispiele:
wertvoller, kostbarer, echter, herrlicher, alter, goldener, modischer, billiger, kitschiger Schmuck
Schmuck besitzen, tragen
gehoben Schmuck anlegen
umgangssprachlich, abwertend sich mit Schmuck behängen
Schmuckstück
Beispiel:
sie trug einen kostbaren Schmuck am Hals
2.
etw., das einer Sache, jmdm. als Zierde, Verschönerung dient
Beispiele:
der Schmuck des Zimmers war ein kostbares Ölgemälde
diese Blenden sind der unaufdringliche Schmuck des Kleides
der Garten prangt im Schmuck des Frühlings, der Blumen, Blüten
die Stadt prangte im Schmuck von Lichtern und Girlanden
figürlicher, gärtnerischer Schmuck
Der Obermeister der Gastwirteinnung erhebt sich im Schmuck seiner weißen Haare [FalladaBauern271]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schmücken · schmuck · Schmuck
schmücken Vb. ‘(ver)zieren, schönmachen’. Ahd. firsmucken ‘zerquetschen’ (Hs. um 1300), mhd. smücken, smucken ‘in etw. eng Umschließendes drücken, zusammenziehen, an sich drücken’, reflexiv ‘sich zusammenziehen, ducken’, transitiv ‘kleiden’, mnd. smücken gehört als ablautende Intensivbildung mit Gemination zu dem unter ↗schmiegen (s. d.) behandelten Verb. Die heutige Bedeutung entwickelt sich aus Wendungen wie spätmhd. sich in ein kleit smucken ‘sich hineinschmiegen, es anziehen’, das kleit smücken ‘anschmiegen’ (an den Körper), dann (entsprechend eine mit den armen smücken ‘drücken, umarmen’) jmdn. mit einem Kleid schmücken ‘schön anziehen’, endlich ein Kleid oder jmdn. schmücken ‘ausstatten, verzieren, schönmachen’. schmücken in der Bedeutung ‘zieren’ wird durch Luther verbreitet. Den obd. Mundarten ist diese Bedeutung zunächst fremd; sie bewahren vielmehr (abweichend von der Literatursprache) schmücken im alten Sinne von ‘drücken, schmiegen’ (vgl. im 16. Jh. noch schmuckten und truckten einander, sich schmucken und ducken). schmuck Adj. ‘hübsch, nett anzusehen’ (16. Jh.), nach mnd. smuk ‘geschmeidig, biegsam, schön, zierlich’. Schmuck m. ‘Verzierung, Geschmeide’ (16. Jh.), mnd. smuk, eigentlich ‘dem Körper sich Anschmiegendes’, daher zuerst von prächtiger, wertvoller Kleidung, älter gesmuc (15. Jh.). Verwandt sind ahd. smocko ‘Untergewand’ (um 1000), aengl. smoc, engl. smock ‘Frauenhemd, Kittel, Kleid’ sowie mhd. smuc mit der Bedeutung ‘das Anschmiegen, die Umarmung’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Geschmeide · ↗Juwelierwaren · Pretiosen · Preziosen · Schmuck
Oberbegriffe
  • nicht lebendes Objekt · unbelebtes Objekt
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Chichi · ↗Flitterkram · ↗Kinkerlitzchen · Schmuck · ↗Schnörkel · ↗Tand · Verzierungen
Synonymgruppe
Ornament · Schmuck · Verzierung eines Gegenstandes · ↗Zierde
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Ausschmückung · ↗Dekoration · Schmuck · ↗Verzierung · schmückendes Beiwerk  ●  Deko  ugs. · ↗Zier  geh. · ↗Zierde  geh. · ↗Zierrat  geh.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Accessoire Antiquität Bargeld Bekleidung Edelstein Gemälde Juwel Keramik Kleid Kleidung Kosmetik Kunsthandwerk Lederware Mode Möbel Münze Parfüm Pelz Porzellan Silber Teppich Textilie Uhr entwenden erbeuten kostbar ornamental rauben stehlen wertvoll

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schmuck‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Schmuck blieb verschollen - offenbar noch am selben Tag rausgeschmuggelt.
Bild, 30.03.2004
Aufgetaucht ist auch von dem gestohlenen Schmuck bisher kein einziges Stück.
Der Tagesspiegel, 30.12.1999
Sie hatte Recht auf eigenen Besitz, vor allem auf Schmuck.
Majumdar, A. K.: Indien im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 1079
Streng genommen gibt es für den Herrn keinen anderen Schmuck als den einer ausgezeichneten Haltung.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 38
Der Herr des Hauses hatte sein ganzes Vermögen verspielt, und nun kam der in vielen Jahrhunderten angesammelte reiche Schmuck der Räume unter den Hammer.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 5115
Zitationshilfe
„Schmuck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schmuck>, abgerufen am 23.10.2019.

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