Schnappschuss, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache  [ˈʃnapʃʊs]
Worttrennung Schnapp-schuss
Wortzerlegung schnappenSchuss
Ungültige Schreibung Schnappschuß
Rechtschreibregeln § 2, § 25 (E1)
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich Momentaufnahme
Beispiele:
einen Schnappschuss machen
die Tiere in der Wildnis verlockten zu Schnappschüssen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schnappen · überschnappen · übergeschnappt · schnapp · Schnapphahn · Schnappschuß
schnappen Vb. ‘(mit Mund, Maul, Schnauze, Schnabel bzw. vergleichbaren Geräten geräuschvoll) ergreifen und festhalten, zupacken, eine schnell zufassende Bewegung machen, schnell zuklappen’, mhd. snappen intransitiv ‘schnappen, wanken, plaudern, schwatzen’, transitiv ‘jmdn., etw. packen, angreifen, schnappend essen bzw. fressen’, mnd. snappen ‘nach Atem schnappen, plappern, schwatzen’, mnl. snappen ‘schwatzen’, nl. snappen ‘erhaschen, verstehen, schwatzen’ stehen mit expressiver Konsonantendopplung neben mhd. snaben, auch (md.) sneben ‘schnelle und klappernde Bewegungen machen, schnauben, hüpfen, stolpern, wanken’, transitiv ‘stoßen’, nl. (mundartlich) snāpen ‘schnappen’, fläm. snaperen ‘naschen’, anord. snapa ‘schnappen’, isl. snapa, auch ‘schmarotzen’. Sämtlich lautmalende Bildungen (s. auch einen anderen Vokal aufweisendes ↗schnippen) mit anlautendem germ. sn- (s. ↗Schnabel). überschnappen Vb. ‘fehlerhaft einrasten, überdrehen’ (17. Jh.), von der Stimme ‘sich überschlagen’ (18. Jh.), vom Verstand ‘ein bißchen verrückt werden’ (Anfang 19. Jh.). übergeschnappt Part.adj. ‘wirr im Kopf’ (19. Jh.). schnapp Interjektion ein schnappendes Geräusch nachahmend; dazu mit Sekundärablaut schnippschnapp (15. Jh.), mhd. snippensnap. Schnapphahn m. ‘berittener Wegelagerer’ (15. Jh.), dann ‘Dieb, Wegelagerer’ überhaupt (16. Jh.), zu schnappen ‘schnell zufassen’ und Hahn ‘kecker Kerl’. Vgl. mhd. snap m. ‘das Schnappen, Straßenraub, Geschwätz’. Schnappschuß m. schnell zupackender Schuß (Jägersprache), abgefeuert ohne genaues Anvisieren auf ein sich rasch bewegendes Nahziel (19. Jh.); ‘Momentaufnahme’ mit dem Fotoapparat (1. Hälfte 20. Jh.), nach engl. snapshot (vgl. aus dem Mnd. oder Mnl. entlehntes engl. to snap ‘schnappen’).

Thesaurus

Synonymgruppe
(spontanes) Foto · ↗Momentaufnahme · Schnappschuss
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Schnappschuss‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schnappschuss‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schnappschuss‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für Schnappschüsse auf Papier bringen viele preiswerte Scanner ausreichend Auflösung.
C't, 1999, Nr. 22
Zudem ist es für Photographen ohne PC kaum möglich, einen Schnappschuß auf Papier zu bannen.
Süddeutsche Zeitung, 30.01.1997
Beim Schnappschuß mußt du einen Moment blitzartig erfassen und auf dem Film festhalten.
Braun, Anne u. Nell, Edith: Man muß sich nur zu helfen wissen, Leipzig: Verl. für die Frau 1971, S. 21
Den Schnappschuß macht man nicht mit dem Verschluß, sondern mit dem Miterleben.
Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 192
Um den Schnappschuß einer Kamera wirksam zu machen, bedarf es vor allem guter Sicht und guten Lichtes.
Rangnow, Rudolf: Tropenpracht und Urwaldnacht, Braunschweig: Gustav Wenzel & Sohn 1938 [1938], S. 87
Zitationshilfe
„Schnappschuss“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schnappschuss>, abgerufen am 15.05.2021.

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