Schneeball, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungSchnee-ball (computergeneriert)
WortzerlegungSchneeBall1
Wortbildung mit ›Schneeball‹ als Erstglied: ↗Schneeballprinzip · ↗Schneeballschlacht · ↗Schneeballsystem
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
mit den Händen aus Schnee geformter Ball
Beispiele:
einen Schneeball formen, machen, werfen
mit einem Schneeball auf etw., nach jmdm. werfen
2.
Schneeballenstrauch
Beispiel:
Die paar Bäume und Sträucher – Birken, Linden, Schneeball und Flieder [Ch. WolfGeteilter Himmel284]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schnee · schneien · Schneeball · Schneeflocke · Schneeglöckchen · Schneeschuh
Schnee m. ‘weißer, in Flocken herabfallender Niederschlag’, ahd. snēo, Gen. snēwes (8. Jh.), mhd. mnd. snē, asächs. snēo, mnl. snee, nl. sneeuw, aengl. snāw, engl. snow, anord. snær, snjōr, schwed. snö, got. snaiws (germ. *snaigwa-) sind verwandt mit aslaw. sněgъ, russ. sneg (снег), lit. sniẽgas ‘Schnee’ und (schwundstufig sowie ohne anlautendes s-) griech. (Akk. Sing.) nípha (νίφα), lat. nix (Gen. nivis), kymr. nyf ‘Schnee’. Alle Formen sind (ablautende) Abstraktbildungen zu ie. *sneigu̯h- ‘schneien, (sich) zusammenballen, zusammenkleben’, wozu auch schneien Vb. ‘als Schnee niederfallen’ gehört. Das überwiegend unpersönlich gebrauchte Verb zeigt starke Flexion in ahd. snīwan (11. Jh.), anord. snȳr ‘es schneit’ (zu einem Infinitiv *snīva), resthaft auch in mhd. (obd.) snīwen, snīen, doch gilt im Mhd. allgemein schwache Flexion wie in nhd. schneien und mnd. snī(g)en, aengl. snīwan. Außergerm. vergleichen sich aind. snihyati ‘ist feucht, klebrig’, awest. snaēža- ‘schneien’, griech. né͞iphei (νείφει) ‘es schneit’, lat. (Nasalpräsens) ninguere ‘schneien’, air. snigid ‘es tropft, regnet’, lit. snìgti ‘schneien’. Schneeball m. mhd. snēballe. Danach Name eines im Frühjahr mit ballrunden Blütendolden weiß blühenden Zierstrauchs (16. Jh.). Schneeflocke f. mhd. snēvlocke. Schneeglöckchen n. Name eines kleinen, im zeitigen Frühjahr oft schon im Schnee mit weißen Glöckchen blühenden Zwiebelgewächses (18. Jh.). Schneeschuh m. ‘Ski’ (Ende 17. Jh.).
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bierdosen Eis Erde Flaschen Flieder Hölle Kometen Lawine Passanten S-Bahn Staub Steinen beworfen duftende flogen formen gerösteter gigantischer knetet kosmischen riesiger rollenden rollt römische rösten schmeißen schmutzigen verwandelte werfen zerplatzt

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als ich mich noch einmal nach ihnen umsah, traf mich ein Schneeball ins rechte Auge.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 1015
Damals, vor eben jenen 600 Millionen Jahren, glich die Erde einem Schneeball.
Der Tagesspiegel, 04.01.2004
Hat dieser Mann als Kind nie selbst mit Schneebällen geworfen?
Bild, 29.12.2000
Er machte einen Schneeball und warf ihn gegen ein Fenster.
Kafka, Franz: Das Schloß. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1922], S. 10401
Im Winter liefen sie direkt in die Schußlinie seiner Schneebälle.
Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 75
Zitationshilfe
„Schneeball“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schneeball>, abgerufen am 21.11.2017.

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