Schneeflocke, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungSchnee-flo-cke (computergeneriert)
WortzerlegungSchneeFlocke
eWDG, 1976

Bedeutung

aus mehreren winzigen, zusammenhaftenden Eiskristallen bestehende Flocke
Beispiel:
große, schwere Schneeflocken tanzen, wirbeln, fallen, rieseln leise zur Erde
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schnee · schneien · Schneeball · Schneeflocke · Schneeglöckchen · Schneeschuh
Schnee m. ‘weißer, in Flocken herabfallender Niederschlag’, ahd. snēo, Genitiv snēwes (8. Jh.), mhd. mnd. snē, asächs. snēo, mnl. snee, nl. sneeuw, aengl. snāw, engl. snow, anord. snær, snjōr, schwed. snö, got. snaiws (germ. *snaigwa-) sind verwandt mit aslaw. sněgъ, russ. sneg (снег), lit. sniẽgas ‘Schnee’ und (schwundstufig sowie ohne anlautendes s-) griech. (Akkusativ Sing.) nípha (νίφα), lat. nix (Genitiv nivis), kymr. nyf ‘Schnee’. Alle Formen sind (ablautende) Abstraktbildungen zu ie. *sneigu̯h- ‘schneien, (sich) zusammenballen, zusammenkleben’, wozu auch schneien Vb. ‘als Schnee niederfallen’ gehört. Das überwiegend unpersönlich gebrauchte Verb zeigt starke Flexion in ahd. snīwan (11. Jh.), anord. snȳr ‘es schneit’ (zu einem Infinitiv *snīva), resthaft auch in mhd. (obd.) snīwen, snīen, doch gilt im Mhd. allgemein schwache Flexion wie in nhd. schneien und mnd. snī(g)en, aengl. snīwan. Außergerm. vergleichen sich aind. snihyati ‘ist feucht, klebrig’, awest. snaēža- ‘schneien’, griech. né͞iphei (νείφει) ‘es schneit’, lat. (Nasalpräsens) ninguere ‘schneien’, air. snigid ‘es tropft, regnet’, lit. snìgti ‘schneien’. Schneeball m. mhd. snēballe. Danach Name eines im Frühjahr mit ballrunden Blütendolden weiß blühenden Zierstrauchs (16. Jh.). Schneeflocke f. mhd. snēvlocke. Schneeglöckchen n. Name eines kleinen, im zeitigen Frühjahr oft schon im Schnee mit weißen Glöckchen blühenden Zwiebelgewächses (18. Jh.). Schneeschuh m. ‘Ski’ (Ende 17. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Eiskristall Himmel Regen Regentropfen Schneeflocke Winter Wolke dicht dick fallen fallend gleichen herabrieseln klatschen künstlich mischen nass rieseln schmelzen schweben tanzen tanzend taumeln vereinzelt wehen winzig wirbeln wirbelnd wässrig zart

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schneeflocke‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und es bleibt trocken, von gelegentlich winzigen Schneeflocken vielleicht abgesehen.
Der Tagesspiegel, 10.12.2002
Still, wie eine Schneeflocke in der Nacht, kommt der Winter.
Bild, 12.12.1997
In der Nacht erwachte das Kind vom bloßen Klang der niedergehenden Schneeflocken.
Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 21
Prompt haben wir die ersten Schneeflocken in der Stadt versäumt.
Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 266
Er gab sich plötzlich einen Ruck und trat heftig nach einer Schneeflocke.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 192
Zitationshilfe
„Schneeflocke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schneeflocke>, abgerufen am 22.11.2019.

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