Schneeglöckchen, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Schneeglöckchens · Nominativ Plural: Schneeglöckchen
Aussprache 
Worttrennung Schnee-glöck-chen
Wortzerlegung  Schnee Glöckchen
eWDG

Bedeutung

kleine Pflanze mit schmalen Blättern und weißen, glockenförmigen Blüten, die sehr zeitig im Frühjahr blüht
Beispiel:
eine Wiese mit Anemonen und Schneeglöckchen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schnee · schneien · Schneeball · Schneeflocke · Schneeglöckchen · Schneeschuh
Schnee m. ‘weißer, in Flocken herabfallender Niederschlag’, ahd. snēo, Genitiv snēwes (8. Jh.), mhd. mnd. snē, asächs. snēo, mnl. snee, nl. sneeuw, aengl. snāw, engl. snow, anord. snær, snjōr, schwed. snö, got. snaiws (germ. *snaigwa-) sind verwandt mit aslaw. sněgъ, russ. sneg (снег), lit. sniẽgas ‘Schnee’ und (schwundstufig sowie ohne anlautendes s-) griech. (Akkusativ Sing.) nípha (νίφα), lat. nix (Genitiv nivis), kymr. nyf ‘Schnee’. Alle Formen sind (ablautende) Abstraktbildungen zu ie. *sneigu̯h- ‘schneien, (sich) zusammenballen, zusammenkleben’, wozu auch schneien Vb. ‘als Schnee niederfallen’ gehört. Das überwiegend unpersönlich gebrauchte Verb zeigt starke Flexion in ahd. snīwan (11. Jh.), anord. snȳr ‘es schneit’ (zu einem Infinitiv *snīva), resthaft auch in mhd. (obd.) snīwen, snīen, doch gilt im Mhd. allgemein schwache Flexion wie in nhd. schneien und mnd. snī(g)en, aengl. snīwan. Außergerm. vergleichen sich aind. snihyati ‘ist feucht, klebrig’, awest. snaēža- ‘schneien’, griech. né͞iphei (νείφει) ‘es schneit’, lat. (Nasalpräsens) ninguere ‘schneien’, air. snigid ‘es tropft, regnet’, lit. snìgti ‘schneien’. Schneeball m. mhd. snēballe. Danach Name eines im Frühjahr mit ballrunden Blütendolden weiß blühenden Zierstrauchs (16. Jh.). Schneeflocke f. mhd. snēvlocke. Schneeglöckchen n. Name eines kleinen, im zeitigen Frühjahr oft schon im Schnee mit weißen Glöckchen blühenden Zwiebelgewächses (18. Jh.). Schneeschuh m. ‘Ski’ (Ende 17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Schneeglöckchen‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schneeglöckchen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schneeglöckchen‹

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So schauen in vielen Gärten die ersten Schneeglöckchen aus der Erde.
Die Zeit, 02.01.2012 (online)
Die Blätter sehen fast so wie die der Schneeglöckchen aus.
Schacht, Wilhelm: Der Steingarten und seine Welt, Ludwigsburg: Ulmer 1953, S. 148
Es blühen die ersten Schneeglöckchen, ab und zu kräht ein Hahn.
Süddeutsche Zeitung, 09.03.2002
Die Schneeglöckchen haben weiße Knospen, die Krokus, die Mutter gepflanzt, spitzen aus der Erde.
Brief von Wilhelm Busch an Ruth Nöldeke vom 01.02.1906. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1906], S. 19030
Die Schneeglöckchen, ohne Furcht vor der grimmigsten Kälte, spitzen fleißig nach oben.
Brief von Wilhelm Busch an Johannes Trojan vom 12.12.1905. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1905], S. 20648
Zitationshilfe
„Schneeglöckchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schneegl%C3%B6ckchen>, abgerufen am 03.08.2021.

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