Schneise, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schneise · Nominativ Plural: Schneisen
Aussprache
WorttrennungSchnei-se (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Schneise‹ als Letztglied: ↗Waldschneise
eWDG, 1976

Bedeutung

von Bäumen und Buschwerk freigehaltener Streifen Landes in einem Wald
Beispiele:
eine schmale, breite, sonnige Schneise
eine Schneise voller Blumen und Walderdbeeren
eine Schneise in den Wald hauen, schlagen
bildlich
Beispiel:
Polizei ... zog eine breite Schneise quer durch die Menge [WeiskopfLissy4,231]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schneise f. ‘(gerader) baumfrei gehaltener Weg, Streifen im Wald’, spätmhd. sneyße (vor 1400), ein vorwiegend md. Wort, das wie frühnhd. sneite ‘durch den Wald gehauener Weg, Durchhau’ (15. Jh.), nhd. (landschaftlich) Schnede, Schnaid, Schnait zu dem unter ↗schneiden (s. d.) behandelten Verb gebildet ist. Durch das Zusammentreffen des wurzelhaften und eines suffixalen Dentals ergibt sich für das hier behandelte Substantiv ursprüngliches -ss-. Die Bedeutung ‘Schlinge zum Vogelfang’ (17. Jh.) entwickelt sich aus dem Brauch, auf derartigen Waldwegen Vogelschlingen aufzustellen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Schneise · ↗Trasse
Assoziationen
Synonymgruppe
Durchhau · ↗Durchhieb · ↗Pikade · Schneise (Wald, verbuschtes Gelände)

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dickicht Dschungel Gehölz Gestrüpp Hurrikan Lichtung Trampelpfad Trasse Unterholz Urwald Vegetation Verwüstung Wald Wildnis Zerstörung asphaltiert bahnen breit fräsen geschlagen hineinschlagen hinterlassen kahl kilometerlang pflügen schlagen schmal schnurgerade thematisch zerschneiden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schneise‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein solcher wilder Wald braucht Schneisen, um erschlossen werden zu können.
Die Welt, 06.09.1999
Da gibt es inmitten großer Wälder fünfzig Meter breite Schneisen.
Der Tagesspiegel, 19.02.1999
In der Schneise lag noch der Staub des Wagens in der Luft.
Konsalik, Heinz G.: Der Arzt von Stalingrad, Hamburg: Dt. Hausbücherei 1960 [1956], S. 125
Mit drei langen Fluchten war er am Rand der Schneise.
Wiechert, Ernst: Das einfache Leben, München: Ullstein Taschenbuchverl. 2000 [1946], S. 260
Der Verlust dieser Freundschaft ist bis heute eine Schneise in meinem Leben.
Müller,Herta: Der König verneigt sich und tötet, München: Carl Hanser Verlag 2003, S. 73
Zitationshilfe
„Schneise“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schneise>, abgerufen am 21.11.2019.

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