Schnipsel, der oder das

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schnipsels · Nominativ Plural: Schnipsel
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Schnipsels · Nominativ Plural: Schnipsel
Aussprache
WorttrennungSchnip-sel
Wortbildung mit ›Schnipsel‹ als Letztglied: ↗Papierschnipsel · ↗Stoffschnipsel
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich
Synonym zu Schnitzel1
Beispiele:
ein Schnipsel Papier, Stoff
der Boden war überall mit Schnipseln bedeckt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schnip(p) · schnip(p)s · Schnip(p) · Schnip(p)s · schnippschnapp · schnippen · schnippern · schnip(p)sen · schnippeln · Schnippchen · Schnippel · Schnipsel
schnip(p), schnip(p)s Interjektion Schallwort für ein kurzes, knipsendes Geräusch mit den Fingern, beim Schneiden mit der Schere (16. Jh.), substantiviert Schnip(p), Schnip(p)s m. ‘schnelle, knispsende Bewegung, schnappender Schnitt mit der Schere, abgeschnittenes Stück, Kleinigkeit, Unbedeutendes’ (16. Jh.), auch ‘kurzer Augenblick’ (in eim Schnips ‘im Nu’, 16. Jh.). Mit lautmalendem Vokalwechsel (Sekundärablaut) schnippschnapp Interjektion Schallnachahmung des wiederholten Schneidens oder Klapperns (15. Jh.), substantiviert mhd. snippensnap m. ‘Schwätzer’, auch scherzhaft für ‘Schneider’ (17. Jh.), und Schnippschnapp(schnurr) n. ein Kartenspiel (18. Jh.). schnippen Vb. (mit sich aneinander reibenden Fingern) ‘eine schnelle, einen hellen, knipsenden Ton hervorrufende Bewegung machen’ (16. Jh.), ‘mit der Schere zuschnappen’ (18. Jh.), md. nd. snippen (auch ‘schwatzen, plaudern, zischeln’, 16. Jh.), nl. snippen, engl. to snip ‘schneiden’, nhd. (obd.) schnipfen ‘in kleine Stücke schneiden, mit einer schnellen Bewegung etw. wegschnappen’. Daneben gleichbedeutend, doch intensivierend schnippern Vb. (17. Jh.), schnip(p)sen Vb. und schnippeln Vb. (beide 18. Jh.). Schnippchen n. ‘schnellende, knipsende Bewegung und das dabei entstehende Geräusch’ (Schnipgin, Anfang 17. Jh.), meist in der Wendung ein Schnippchen schlagen ‘sich lustig machen, einen Streich spielen’ (17. Jh.), Deminutivum zu Schnip(p) m. (s. oben). Schnippel m. n. ‘kleines abgeschnittenes oder abgerissenes Stück’ (um 1800), nd. Snippel; intensivierend. Schnipsel m. n. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Fetzen · ↗Flicken · ↗Fragment · Schnippel · Schnipsel
Assoziationen
Antonyme
  • Schnipsel

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blatt Collage Film Foto Papier Sack Schnipsel Spielfilm Zettel aufheben biographisch bunt digital einzeln fügen hängend kleben klein kurz reißen streuen tausend unzählig verwenden winzig zerlegen zerreißen zerschneiden zusammenfügen zusammensetzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schnipsel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach 14 »freien« Tagen muss ich also dreieinhalb Stunden für die Schnipsel opfern.
Die Zeit, 28.11.2011, Nr. 48
Manche Spots bringen es in dieser Zeit auf 40 optische Schnipsel.
Der Tagesspiegel, 29.04.2002
Wer keine Schnipsel hat, kann sie von anderen Fahrgästen erwerben.
Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 384
Du reißt Zeitungspapier in viele kleine Schnipsel, trennst weiße und bedruckte Stellen und weichst sie in zwei Wassergläsern ein.
Braun, Anne u. Nell, Edith: Man muß sich nur zu helfen wissen, Leipzig: Verl. für die Frau 1971, S. 126
Sie legt den Schnipsel mit Armands Adresse in die Bonbonniere.
Dölling, Beate: Hör auf zu trommeln, Herz, Weinheim: Beltz & Gelberg 2003, S. 245
Zitationshilfe
„Schnipsel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schnipsel>, abgerufen am 25.03.2019.

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