Schnitzel, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Schnitzels · Nominativ Plural: Schnitzel
Aussprache 
Worttrennung Schnit-zel (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Schnitzel‹ als Erstglied: Schnitzeleisen · Schnitzelgrube · Schnitzeljagd
 ·  mit ›Schnitzel‹ als Letztglied: Lachsschnitzel · Papierschnitzel
eWDG

Bedeutung

kleines abgerissenes, abgeschnittenes oder beim Schnitzen entstandenes Stück, besonders von Stoff, Papier oder Holz, das oft nur Abfall ist
Beispiele:
einen Brief in Schnitzel zerreißen
Schnitzel in der Zuckerindustrie
die Schnitzel vom Tisch fegen, auffegen, in alle Winde streuen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schnitzen · Schnitz · Schnitzel · schnitzeln · schnetzeln · Geschnetzeltes · Schnitzer
schnitzen Vb. ‘(Figuren, Ornamente u. dgl.) aus Holz herausschneiden’, ahd. insnizzen (11. Jh.), mhd. snitzen ‘in Stücke schneiden, aus Holz herausschneiden, formen’, besonders ‘bildschnitzen’, ablautende Intensivbildung zu dem unter schneiden (s. d.) behandelten Verb. Schnitz m. ‘kleines abgeschnittenes Stück, Span’, mhd. sniz ‘Schnitt, abgeschnittenes Stück, Schnitte’, aus dem Verb rückgebildet. Südd. für getrocknete Obstscheiben, vgl. Apfel-, Birnenschnitze (Plur.). Schnitzel m. n. ‘kleines abgeschnittenes Stück, kleines Stück Papier’, snitzel, snytzel (15. Jh.), nur n. ‘Fleischscheibe (von Kalb oder Schwein) zum Braten’ (zuerst öst., Mitte 19. Jh.), Deminutivbildung zu Schnitz (s. oben). schnitzeln Vb. ‘in kleine Stücke reißen, schneiden, Holzspäne abschneiden’ (16. Jh.), älter in den Präfixkomposita mhd. zersnitzeln, spätmhd. versnitzeln. Dazu die gleichbed. Nebenform schnetzeln Vb. (16. Jh.), heute besonders ‘Fleisch fein zerkleinern’, Geschnetzeltes n. ‘Gericht aus feinen Fleischstückchen’ (20. Jh.). Schnitzer m. ‘Holzbildhauer’, ahd. snizzāri, snizzeri (11. Jh.), mhd. snitzære, snitzer ‘(Bild)schnitzer, Armbrustmacher’; auch ‘Schnitzmesser’ (16. Jh.) und ‘grober Fehler’ (17. Jh.), eigentlich wohl ‘falscher, fehlerhafter Schnitt’.

Typische Verbindungen zu ›Schnitzel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schnitzel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schnitzel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darum wendet der Koch das Schnitzel schon nach einer halben Minute. [Die Zeit, 25.02.2013, Nr. 08]
Jetzt sitze ich beim Schnitzel und allmählich steigt der Puls. [Die Zeit, 21.03.2011, Nr. 12]
Doch gehört dazu lediglich Erfahrung, und die stellt sich bereits beim dritten Schnitzel ein. [Die Zeit, 20.01.2005, Nr. 04]
Ihre Welt besteht auch zu einem guten Teil aus Schnitzeln. [Die Zeit, 03.09.2003, Nr. 36]
Der hatte noch das halbe Schnitzel auf dem Teller und rauchte. [Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 246]
Zitationshilfe
„Schnitzel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schnitzel#1>.

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Schnitzel, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Schnitzels · Nominativ Plural: Schnitzel
Aussprache 
Worttrennung Schnit-zel
Wortbildung  mit ›Schnitzel‹ als Letztglied: Butterschnitzel · Jägerschnitzel · Paprikaschnitzel · Rinderschnitzel · Rindsschnitzel · Schweineschnitzel · Schweinsschnitzel · Zigeunerschnitzel
Mehrwortausdrücke  sich freuen wie ein Schnitzel
eWDG

Bedeutung

dünne Scheibe Fleisch ohne Knochen, die kurz gebraten wird
Beispiele:
ein Schnitzel braten, essen
ein Mailänder, Holsteiner Schnitzel
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schnitzen · Schnitz · Schnitzel · schnitzeln · schnetzeln · Geschnetzeltes · Schnitzer
schnitzen Vb. ‘(Figuren, Ornamente u. dgl.) aus Holz herausschneiden’, ahd. insnizzen (11. Jh.), mhd. snitzen ‘in Stücke schneiden, aus Holz herausschneiden, formen’, besonders ‘bildschnitzen’, ablautende Intensivbildung zu dem unter schneiden (s. d.) behandelten Verb. Schnitz m. ‘kleines abgeschnittenes Stück, Span’, mhd. sniz ‘Schnitt, abgeschnittenes Stück, Schnitte’, aus dem Verb rückgebildet. Südd. für getrocknete Obstscheiben, vgl. Apfel-, Birnenschnitze (Plur.). Schnitzel m. n. ‘kleines abgeschnittenes Stück, kleines Stück Papier’, snitzel, snytzel (15. Jh.), nur n. ‘Fleischscheibe (von Kalb oder Schwein) zum Braten’ (zuerst öst., Mitte 19. Jh.), Deminutivbildung zu Schnitz (s. oben). schnitzeln Vb. ‘in kleine Stücke reißen, schneiden, Holzspäne abschneiden’ (16. Jh.), älter in den Präfixkomposita mhd. zersnitzeln, spätmhd. versnitzeln. Dazu die gleichbed. Nebenform schnetzeln Vb. (16. Jh.), heute besonders ‘Fleisch fein zerkleinern’, Geschnetzeltes n. ‘Gericht aus feinen Fleischstückchen’ (20. Jh.). Schnitzer m. ‘Holzbildhauer’, ahd. snizzāri, snizzeri (11. Jh.), mhd. snitzære, snitzer ‘(Bild)schnitzer, Armbrustmacher’; auch ‘Schnitzmesser’ (16. Jh.) und ‘grober Fehler’ (17. Jh.), eigentlich wohl ‘falscher, fehlerhafter Schnitt’.

Typische Verbindungen zu ›Schnitzel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schnitzel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schnitzel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darum wendet der Koch das Schnitzel schon nach einer halben Minute. [Die Zeit, 25.02.2013, Nr. 08]
Jetzt sitze ich beim Schnitzel und allmählich steigt der Puls. [Die Zeit, 21.03.2011, Nr. 12]
Doch gehört dazu lediglich Erfahrung, und die stellt sich bereits beim dritten Schnitzel ein. [Die Zeit, 20.01.2005, Nr. 04]
Ihre Welt besteht auch zu einem guten Teil aus Schnitzeln. [Die Zeit, 03.09.2003, Nr. 36]
Der hatte noch das halbe Schnitzel auf dem Teller und rauchte. [Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 246]
Zitationshilfe
„Schnitzel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schnitzel#2>.

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