Schote, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schote · Nominativ Plural: Schoten
Aussprache
WorttrennungScho-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Schote‹ als Erstglied: ↗schotenartig · ↗schotenförmig  ·  mit ›Schote‹ als Letztglied: ↗Erbsenschote · ↗Paprikaschote · ↗Pfefferschote · ↗Samenschote · ↗Vanilleschote · ↗Zuckerschote
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
längliche Frucht, besonders der Kreuzblütler, die durch eine Mittelwand in zwei Fächer geteilt ist und mehrere Samen enthält
Beispiele:
die Schote des Rapses, Goldlacks
fünf Schoten Paprika kaufen
die Schoten sind noch grün
die reife Schote platzt, springt auf
umgangssprachlich Hülse von Hülsenfrüchten, besonders Frucht von 2
Beispiele:
die Erbsen aus den Schoten herauslösen
die leeren Schoten werden weggeworfen
2.
landschaftlich Erbse
Beispiele:
ein Beet mit Schoten
die Schoten blühen
3.
landschaftlich frischer Samen von 2
Beispiele:
junge Schoten roh essen
sie kochte Schoten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schot · Schote1
Schot Schote1 f. ‘an der Ecke des Segels angebrachtes Tau, mit dem ein Segel in den Wind gespannt wird, Segelleine’, seit Anfang des 18. Jhs. auch in hd. Texten. Die unter ↗Schoß (s. d.) behandelten, von der hd. Lautverschiebung nicht betroffenen Formen mnd. schōte f., nd. Schōt(e), mnl. scoot, nl. schoot. aengl. scēata, engl. sheet, anord. skaut werden in der Seemannssprache, ausgehend von einer Bedeutung ‘Ecke, Zipfel’ (s. ↗Schoß), auf das am Segelende befestigte Tau übertragen.

Schote2 f. die Samen enthaltende längliche (frische) Frucht der Erbse, verschiedentlich auch der Bohne und anderer Gewächse (in botanischer Fachsprache Fruchthülse), im Plur. auch ‘junge Erbsen’. Spätmhd. schōte ‘Samenhülse, Erbse’, mnd. mnl. schōde ‘Samenhülse, Erbse’, auch ‘Scheide beim Pferd’, anord. skauð ‘Schwertscheide’, Plur. ‘Vorhaut beim Pferd’, norw. skau(d) ‘Vorhaut beim Pferd’ und got. skaudaraip ‘Riemen’ (eigentlich ‘Wadenband, Wickelgamasche’) lassen sich auf eine Dentalerweiterung der unter ↗Scheune (s. d.) angeführten Wurzel ie. *(s)keu-, *(s)keu̯ə- ‘bedecken, umhüllen’ zurückführen. S. auch ↗Haut, ↗Hode.

Thesaurus

Synonymgruppe
Eulenspiegelei · ↗Nonsens · ↗Schildbürgerstreich · ↗Spaß · ↗Ulk · lustiger Streich  ●  ↗Schabernack  Hauptform · ↗Schnurre  veraltet · Spass  österr. · ↗Clownerie  geh. · ↗Drolerie  geh. · Döneken (Rhein., Plural Dönekes)  ugs. · ↗Eselei  ugs. · ↗Fez  ugs. · ↗Flachs  ugs. · ↗Hanswurstiade  ugs. · ↗Jokus  ugs. · ↗Jux  ugs. · ↗Posse  geh. · ↗Schnack  ugs., norddeutsch · ↗Schnurrpfeiferei  geh., veraltet · Schote  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Hülse · ↗Schale · Schote
Oberbegriffe
  • Organ einer Pflanze · Pflanzenorgan · ↗Pflanzenteil · Teil einer Pflanze

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bohne Erbse Frucht Korn essen grün platzen rot scharf waschen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schote‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn Sie das so erzählen, klingt es wie eine Schote.
Die Zeit, 30.05.2007, Nr. 23
Aber passt auf, die grüne Schote dürft ihr keinesfalls roh essen!
Der Tagesspiegel, 05.04.2002
Einige der Schoten flogen ins Zimmer, surrten über den Parkettboden.
Altenberg, Peter: Märchen des Lebens. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1908], S. 6412
Zwar treibt auch sie Schoten mit Bohnen darin, aber ich warne davor, aus ihnen Suppe zu kochen.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 24
Umgekehrt werden bei der Reifung der Schoten aus dem süßschmeckenden Samen stärkehaltige Erbsen.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 75
Zitationshilfe
„Schote“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schote#1>, abgerufen am 19.01.2019.

Weitere Informationen …

Schote, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schote · Nominativ Plural: Schoten
Nebenform Schot · Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schot · Nominativ Plural: Schote
WorttrennungScho-te ● Schot (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

Seemannssprache Tau, Leine zur Bedienung des Segels
Beispiel:
Leg' die Schoten fest, wir kriegen Wind [AnderschSansibar64]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schot · Schote1
Schot Schote1 f. ‘an der Ecke des Segels angebrachtes Tau, mit dem ein Segel in den Wind gespannt wird, Segelleine’, seit Anfang des 18. Jhs. auch in hd. Texten. Die unter ↗Schoß (s. d.) behandelten, von der hd. Lautverschiebung nicht betroffenen Formen mnd. schōte f., nd. Schōt(e), mnl. scoot, nl. schoot. aengl. scēata, engl. sheet, anord. skaut werden in der Seemannssprache, ausgehend von einer Bedeutung ‘Ecke, Zipfel’ (s. ↗Schoß), auf das am Segelende befestigte Tau übertragen.

Schote2 f. die Samen enthaltende längliche (frische) Frucht der Erbse, verschiedentlich auch der Bohne und anderer Gewächse (in botanischer Fachsprache Fruchthülse), im Plur. auch ‘junge Erbsen’. Spätmhd. schōte ‘Samenhülse, Erbse’, mnd. mnl. schōde ‘Samenhülse, Erbse’, auch ‘Scheide beim Pferd’, anord. skauð ‘Schwertscheide’, Plur. ‘Vorhaut beim Pferd’, norw. skau(d) ‘Vorhaut beim Pferd’ und got. skaudaraip ‘Riemen’ (eigentlich ‘Wadenband, Wickelgamasche’) lassen sich auf eine Dentalerweiterung der unter ↗Scheune (s. d.) angeführten Wurzel ie. *(s)keu-, *(s)keu̯ə- ‘bedecken, umhüllen’ zurückführen. S. auch ↗Haut, ↗Hode.

Thesaurus

Synonymgruppe
Eulenspiegelei · ↗Nonsens · ↗Schildbürgerstreich · ↗Spaß · ↗Ulk · lustiger Streich  ●  ↗Schabernack  Hauptform · ↗Schnurre  veraltet · Spass  österr. · ↗Clownerie  geh. · ↗Drolerie  geh. · Döneken (Rhein., Plural Dönekes)  ugs. · ↗Eselei  ugs. · ↗Fez  ugs. · ↗Flachs  ugs. · ↗Hanswurstiade  ugs. · ↗Jokus  ugs. · ↗Jux  ugs. · ↗Posse  geh. · ↗Schnack  ugs., norddeutsch · ↗Schnurrpfeiferei  geh., veraltet · Schote  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Hülse · ↗Schale · Schote
Oberbegriffe
  • Organ einer Pflanze · Pflanzenorgan · ↗Pflanzenteil · Teil einer Pflanze

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bohne Erbse Frucht Korn essen grün platzen rot scharf waschen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schote‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn Sie das so erzählen, klingt es wie eine Schote.
Die Zeit, 30.05.2007, Nr. 23
Aber passt auf, die grüne Schote dürft ihr keinesfalls roh essen!
Der Tagesspiegel, 05.04.2002
Einige der Schoten flogen ins Zimmer, surrten über den Parkettboden.
Altenberg, Peter: Märchen des Lebens. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1908], S. 6412
Zwar treibt auch sie Schoten mit Bohnen darin, aber ich warne davor, aus ihnen Suppe zu kochen.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 24
Umgekehrt werden bei der Reifung der Schoten aus dem süßschmeckenden Samen stärkehaltige Erbsen.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 75
Zitationshilfe
„Schote“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schote#2>, abgerufen am 19.01.2019.

Weitere Informationen …

Schote, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schote · Nominativ Plural: Schoten
Aussprache
WorttrennungScho-te (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

salopp Narrheit, Witz
Beispiele:
er hat uns eine Schote erzählt
Die Schote mit der Hebammenschule nimmst du uns doch nicht krumm, was? [H. KantAula71]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schot · Schote1
Schot Schote1 f. ‘an der Ecke des Segels angebrachtes Tau, mit dem ein Segel in den Wind gespannt wird, Segelleine’, seit Anfang des 18. Jhs. auch in hd. Texten. Die unter ↗Schoß (s. d.) behandelten, von der hd. Lautverschiebung nicht betroffenen Formen mnd. schōte f., nd. Schōt(e), mnl. scoot, nl. schoot. aengl. scēata, engl. sheet, anord. skaut werden in der Seemannssprache, ausgehend von einer Bedeutung ‘Ecke, Zipfel’ (s. ↗Schoß), auf das am Segelende befestigte Tau übertragen.

Schote2 f. die Samen enthaltende längliche (frische) Frucht der Erbse, verschiedentlich auch der Bohne und anderer Gewächse (in botanischer Fachsprache Fruchthülse), im Plur. auch ‘junge Erbsen’. Spätmhd. schōte ‘Samenhülse, Erbse’, mnd. mnl. schōde ‘Samenhülse, Erbse’, auch ‘Scheide beim Pferd’, anord. skauð ‘Schwertscheide’, Plur. ‘Vorhaut beim Pferd’, norw. skau(d) ‘Vorhaut beim Pferd’ und got. skaudaraip ‘Riemen’ (eigentlich ‘Wadenband, Wickelgamasche’) lassen sich auf eine Dentalerweiterung der unter ↗Scheune (s. d.) angeführten Wurzel ie. *(s)keu-, *(s)keu̯ə- ‘bedecken, umhüllen’ zurückführen. S. auch ↗Haut, ↗Hode.

Thesaurus

Synonymgruppe
Eulenspiegelei · ↗Nonsens · ↗Schildbürgerstreich · ↗Spaß · ↗Ulk · lustiger Streich  ●  ↗Schabernack  Hauptform · ↗Schnurre  veraltet · Spass  österr. · ↗Clownerie  geh. · ↗Drolerie  geh. · Döneken (Rhein., Plural Dönekes)  ugs. · ↗Eselei  ugs. · ↗Fez  ugs. · ↗Flachs  ugs. · ↗Hanswurstiade  ugs. · ↗Jokus  ugs. · ↗Jux  ugs. · ↗Posse  geh. · ↗Schnack  ugs., norddeutsch · ↗Schnurrpfeiferei  geh., veraltet · Schote  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Hülse · ↗Schale · Schote
Oberbegriffe
  • Organ einer Pflanze · Pflanzenorgan · ↗Pflanzenteil · Teil einer Pflanze

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bohne Erbse Frucht Korn essen grün platzen rot scharf waschen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schote‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn Sie das so erzählen, klingt es wie eine Schote.
Die Zeit, 30.05.2007, Nr. 23
Aber passt auf, die grüne Schote dürft ihr keinesfalls roh essen!
Der Tagesspiegel, 05.04.2002
Einige der Schoten flogen ins Zimmer, surrten über den Parkettboden.
Altenberg, Peter: Märchen des Lebens. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1908], S. 6412
Zwar treibt auch sie Schoten mit Bohnen darin, aber ich warne davor, aus ihnen Suppe zu kochen.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 24
Umgekehrt werden bei der Reifung der Schoten aus dem süßschmeckenden Samen stärkehaltige Erbsen.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 75
Zitationshilfe
„Schote“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schote#3>, abgerufen am 19.01.2019.

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