Schotter, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schotters · Nominativ Plural: Schotter
WorttrennungSchot-ter (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Schotter‹ als Erstglied: ↗Schotterdecke · ↗Schotterhaufen · ↗Schotterstein
 ·  mit ›Schotter‹ als Letztglied: ↗Gleisschotter · ↗Steinschotter · ↗Straßenschotter
 ·  mit ›Schotter‹ als Grundform: ↗schottern
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
maschinell zerkleinerte Steine, die zur Beschotterung dienen
Beispiele:
für den Unterbau der Straßen wird grober Schotter verwendet
Eisenbahngleise werden auf Schotter verlegt
2.
in Wasserläufen abgelagerte Steine, Gesteinsbrocken, Geröll
Beispiel:
[Diamanten finden] sich in erheblicher Menge in den alten, wahrscheinlich diluvialen Schottern des Vaalflusses [PassargeSüdafrika178]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schotter · schottern
Schotter m. ‘kleingeschlagene Steine, Geröll’, verwandt mit ↗Schutt und ↗schütten (s. d.), ist (wegen o statt u in der Stammsilbe) md. Herkunft und wird um 1800, von den Gebieten an Main und Mittelrhein aus, durch Straßen- und Bahnbau verbreitet. schottern Vb. ‘mit Schotter belegen’; auch beschottern (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kies · Schotter · Split · ↗Streusand
Assoziationen
Synonymgruppe
Geld  ●  klingende Münze  fig. · ↗Asche  ugs. · Bares  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Flöhe  ugs. · ↗Heu  ugs. · ↗Kies  ugs. · ↗Knete  ugs. · ↗Kohle  ugs. · ↗Kröten  ugs. · ↗Mammon  ugs. · ↗Moneten  ugs. · ↗Moos  ugs. · Mäuse  ugs. · Ocken  ugs. · ↗Patte  ugs. · ↗Penunze  ugs. · ↗Piepen  ugs. · ↗Pulver  ugs. · ↗Rubel  ugs. · Schotter  ugs. · Steine  ugs. · ↗Taler  ugs. · ↗Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Asphalt Bahndamm Beton Fels Geröll Gleis Gleisbett Gras Kies Kiesel Lehm Sand Schiene Schlamm Schnee Schwelle Splitt Teer Zement auffüllen aufschütten aufwirbeln befestigen betten grob knirschen los schaufeln stolpern zermahlen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schotter‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Schotter staubt, die Tore haben keine Netze, und das Spiel plätschert so dahin.
Die Zeit, 04.01.2006, Nr. 01
Wir sind sozusagen nur der Schotter, über den einmal die neuen Dichter schreiten werden.
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2003
Ich stieg mit Mehling aus, und wir gingen auf dem Schotter neben dem Zug nach vorn.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 336
Wir stolperten über den Schotter und suchten uns einen sonnenbeschienenen Platz in einer kleinen Schonung dicht neben einem Bach.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 116
Beim Weitertasten stieß ich auf Schotter und dann an Eisenbahnschienen.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1928], S. 150
Zitationshilfe
„Schotter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schotter>, abgerufen am 16.11.2018.

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