Schröpfkopf, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungSchröpf-kopf (computergeneriert)
WortzerlegungschröpfenKopf
eWDG, 1976

Bedeutung

Medizin kleine Saugglocke aus Gummi, Glas oder Metall, in der Unterdruck und damit eine Saugwirkung erzielt wird
Beispiel:
Schröpfköpfe ansetzen, benutzen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blutegel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schröpfkopf‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Hautstelle, auf welcher der Schröpfkopf gesessen hat, bleibt noch längere Zeit gerötet.
Körting, Georg Friedrich: Unterrichtsbuch für die weibliche freiwillige Krankenpflege, Berlin: Mittler 1913 [1907], S. 230
Damals suchte man sterbende Menschen noch mit Schröpfköpfen und Blutegeln im Leben festzuhalten.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18087
Das Gift entferne man durch Aussaugen oder Schröpfköpfe und brenne dann die Wunde mit glühendem Stahl (Messer, Stricknadel oder dergleichen) aus.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 26000
Man erlabte sich in der Badstube an Dampf, Aderlaß und Schröpfkopf.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 154
Mit der Flamme verbrennt Heidrun Hammerich-Schieder den Sauerstoff im Schröpfkopf.
Bild, 21.10.2004
Zitationshilfe
„Schröpfkopf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schröpfkopf>, abgerufen am 20.03.2019.

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