Schraffur, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Schraffur · Nominativ Plural: Schraffuren
Aussprache 
Worttrennung Schraf-fur
eWDG, 1976

Bedeutung

Schraffierung, schraffierte Fläche
Beispiele:
eine schwarze, farbige Schraffur
Mit flüchtigen Schraffuren wurde die dunkle Wand des Orchesterraumes gegen die helle Bühne abgegrenzt [ Bild. Kunst1955]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schraffieren · Schraffur
schraffieren Vb. ‘(eine Fläche) mit feinen parallel oder kreuzweise laufenden Strichen bedecken, (eine Zeichnung) schattieren’, entlehnt (16. Jh. vereinzelt im Sinne von ‘schröpfen’, in heutiger Verwendung seit 18. Jh.) aus gleichbed. mnl. schrafferen, dem ital. sgraffiare ‘kratzen, einritzen, zeichnen’, Präfixbildung zu gleichbed. ital. graffiare, zugrunde liegt. Dieses beruht wahrscheinlich auf einem vlat. *graphiāre (vgl. mlat. graphiare ‘schreiben’), einer Bildung zu lat. graphium, griech. graphḗion (γραφεῖον) ‘Schreibgerät, Metallgriffel zum Schreiben auf Wachstafeln’ (s. ↗Griffel), wobei Einfluß von (heute veraltetem) ital. graffa ‘Kralle’, das wohl aus dem Langobard. entlehnt ist (vgl. ahd. krapho ‘Haken, Kralle’, s. ↗Krapfen), nicht ausgeschlossen werden kann. Schraffur f. ‘schraffierte Fläche, Strichzeichnung’, (18. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Schraffur‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Schraffur‹.

Verwendungsbeispiele für ›Schraffur‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und offenbar arbeitete er mit der verkrüppelten rechten Hand, denn er legte Schraffuren stets von links unten nach rechts oben an.
Die Welt, 15.04.2003
Die Darstellung der T. bei schwarz-weißer Wiedergabe erfolgt durch Schraffuren.
o. A.: Lexikon der Kunst - T. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 45610
Aber das sind doch nur Schraffuren, das kennen wir doch.
konkret, 1993
Oder in einen gemeinen Feldstein investiert, kindskopfgroß, mit seltsamer Schraffur?
Der Tagesspiegel, 21.09.2002
Manche Formen, die an dicke Blüten oder Fruchtknoten erinnerten, füllte er mit dichten Schraffuren aus.
Wellershoff, Dieter: Die Sirene, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1980, S. 8
Zitationshilfe
„Schraffur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schraffur>, abgerufen am 29.10.2020.

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